Unser Gartenzaun, 2018

Suchart Wannaset

Wannaset installiert einen überdimensionalen Gartenzaun, der die Umgebung außerhalb des Skulpturenparks miteinbezieht. Hinter dem Wall des Parks ragt das Dach eines typischen Einfamilienhauses hervor, das durch den übergroßen Zaun merkwürdig klein, beinahe versunken wirkt. Die vermeintlich einladende Geste eines vorstädtischen Eigenheims kollidiert mit dem Eindruck einer unüberwindbaren und gefährlich anmutenden Barriere. Wannaset stellt die Frage nach der Bedeutung von Gemeinschaft und Inklusion in Zeiten, in denen das politisch propagierte Sicherheitsbedürfnis auf Isolation und Ausgrenzung abzielt. 

Ein übergroßer Gartenzaun, der die Umgebung außerhalb des Skulpturenparks miteinbezieht. Hinter dem Wall des Parks ragt das Dach eines typischen Einfamilienhauses hervor, das durch den übergroßen Zaun merkwürdig klein, beinahe versunken wirkt. Ein übergroßer Gartenzaun, der die Umgebung außerhalb des Skulpturenparks miteinbezieht. Hinter dem Wall des Parks ragt das Dach eines typischen Einfamilienhauses hervor, das durch den übergroßen Zaun merkwürdig klein, beinahe versunken wirkt.

Bildinformationen

Autor*in

Elisabeth Fiedler, Kurztext adaptiert von Lisa Schantl und Lukas Sperlich 

Planübersicht

Besitzer*in

Suchart Wannaset

Künstler*innenbiografie

Suchart Wannaset

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Zum Werk

Wannaset begibt sich an den landschaftsarchitektonischen Wall, der den Park umgibt. Um eine den allgemeinen Ordnungssinn störende Fehlerquelle vorzutäuschen, setzt er einem kleinen Teilstück einen überdimensionalen weißen Zaun vor, dessen einzelne Latten an den oberen Enden gefährlich spitz zulaufen. Dahinter ist das Spitzdach eines Einfamilienhauses sichtbar. Ästhetische Fragen werden hier ebenso wie politische angesprochen. Fragen, wie „Was ist ein Zaun?“, „Was ist Kunst?“, „Wer grenzt sich von wem warum ab?“, „Welche Sinnhaftigkeit wird hier gestiftet oder hinterfragt?“, „Was bedeutet Gemeinschaft, Einbeziehung, Ausgrenzung oder Isolation?“, „Wer wendet sich von wem ab und wozu?“ werden in der Überhöhung und Teilfokussierung auf die Idee der Abgrenzung und Unterbrechung, die sich zusätzlich im Wasser des Teichs spiegelt und damit vexierbildhaft wird, evident, das vorgegeben Lapidare zum zugespitzten Thema.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms 2018.