Schloss Trautenfels

Die Geschichte von Schloss Trautenfels vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Historisches Darstellung (Kuperstich) des Schloss Trautenfels, das auf einem Hügel steht. Unterhalb davon sind viele Häuser und ein See mit Bäumen. Darüber steht der alte Name von Schloss Trautenfels "Neuhaus im Ennstall 1649" Historisches Darstellung (Kuperstich) des Schloss Trautenfels, das auf einem Hügel steht. Unterhalb davon sind viele Häuser und ein See mit Bäumen. Darüber steht der alte Name von Schloss Trautenfels "Neuhaus im Ennstall 1649"

Bildinformationen

Inhalte in weiteren Sprachen

Hier finden Sie Informationen zur Geschichte des Schloss in weiteren Sprachen.

Anfänge im Mittelalter

1261: Erste urkundliche Erwähnung als Burg Neuhaus [Castrum novum (= Neuburg) im Ennstal].

1282: Die Burg Neuhaus gelangt durch Tausch mit der Burg Strechau in den Besitz des Erzbischofs von Salzburg. In kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Landesfürsten der Steiermark wird die Burg Ende des 13. Jahrhunderts zurückerobert, zerstört und in der Folge wiederaufgebaut.

1460: Wolfgang Praun, ein Hallinger (Salzbergbaugewerke) wird Pfleger und ist in den urkundlichen Nennungen ausdrücklich als Herr auf Neuhaus bezeichnet.

1493 bis 1594: Die Burg ist im Besitz der Familie Hoffmann, die zu den mächtigsten und reichsten Adelsfamilien der Steiermark sowie zu den einflussreichsten Förderern des protestantischen Glaubens zählt. Neuhaus entwickelt sich zum Zentrum der Reformation im Ennstal. Die Burg wird ausgebaut.

1574: Die Familie Hoffmann lässt eine evangelische Kirche errichten, die bereits 1599 von der Reformationskommission vollständig zerstört wird. Die freigelegten Grundmauern in Form einer Gedenkstätte erinnern seit 1992 – 20 Gehminuten in Richtung Grimming – an diese unruhige Zeit.

1594/1600 bis 1652: Die protestantische Familie Praunfalk ist zuerst Pfandbesitzerin und später Eigentümerin von Neuhaus, ehe sie aus Glaubensgründen ins Exil nach Nürnberg emigriert.

 

Fotografie von einer Kirchenruine. Nur noch die Grundmauern stehen. Im Hintergrund sind Bäume und ein blauer Himmel mit Wolken.

Bildinformationen

Die Zeit des Barock

1664: Graf Siegmund Friedrich von Trauttmansdorff kauft das Schloss, lässt es umbauen, neu ausstatten und gibt ihm den Namen Trautenfels. Die qualitätsvollen Fresken im 1. Stock und in der Schlosskapelle werden um 1670 von Carpoforo Tencalla geschaffen, die Stuckarbeiten stammen von Alessandro Sereni. Das Schloss befindet sich bis 1815 im Besitz der Familie Trauttmansdorff.

 

 

Das 19. Jahrhundert

1878: Nach zahlreichen Besitzerwechseln kauft Graf Josef Lamberg die Liegenschaft. Die Mitgift seiner Frau Anna, Tochter des Steyrer Waffenproduzenten Josef Werndl, und sein eigenes Vermögen ermöglichen es, das damals ziemlich vernachlässigte Gebäude umfangreich zu restaurieren und wohnlich auszustatten.

Ein altes Hochzeitfoto. Die Braut trägt ein dunkles Kleid und hält einen großen Blumenstrauß. Der Man steht da hinter und trägt einen dunklen Anzug. Beide lächeln ganz leicht.

Bildinformationen

Restaurierung und Neuausstattung

Aufnahmen aus dem 19. Jahrhundert

Alte Fotografie von Schloss Trautenfels. Das Schloss steht vor dem Berg Grimming. Das Foto ist gelb eingefärbt.
Schloss Trautenfels mit Grimming, um 1872

Bildinformationen


Fotografie von einem Zimmer mit Kamin. An der Wand hängen Geweihe und ein Gemälde. Überall stehen Pflanzen
Schloss Trautenfels, großes Atrium mit Jagdhausmöbeln, 1901

Bildinformationen

Alte Fotografie des Marmorsaals. An den Wänden hängen zahlreiche Gemälde. Im Raum liegt ein langer Teppich und es stehen Möbel an den Wänden.
Schloss Trautenfels, Marmorsaal, 1901

Bildinformationen

Das Jagdzimmer des Schlossherrn

Geweihmöbel waren eine Mode des 19. Jahrhunderts. Graf Josef Lamberg ließ diese Jagdzimmereinrichtung wohl bei einem regionalen Handwerker anfertigen. Die sorgfältige mosaikartige Verarbeitung ist ihr besonderes Merkmal.

Das 20. Jahrhundert

1904: Nach dem Tod des Grafen verwaltet Anna Gräfin Lamberg-Werndl den Besitz. Während der Zwischenkriegszeit häufen sich wirtschaftliche Probleme, die Erhaltung des Schlossgebäudes wird immer schwieriger.

1941: Anna Gräfin Lamberg-Werndl verkauft das Schloss mit Unterstützung ihrer vier erwachsenen Kinder an die Deutsche Reichspost. Das geplante Schulungszentrum für Führungskräfte bzw. das internationale Zentrum für Nachrichtentechnik und den europäischen Postverein wird aufgrund der Kriegsereignisse nicht umgesetzt.

1945: Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft steht das Gebäude als deutsches Eigentum unter Verwaltung der englischen Besatzung. In den ersten Nachkriegsjahren sind zudem vorübergehend bis zu 300 Flüchtlinge in den Räumen untergebracht. In der Folge wird die Republik Österreich Eigentümerin des Schlosses.

1950: Das Steirische Jugendherbergswerk zieht im Schloss ein und nutzt die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, im Zwischengeschoss und im zweiten Obergeschoss.

Schwarz-weiss Fotografie auf das Schloss Trautenfels zusehen ist. Im Vordergund ist ein See. Der Himmel ist bewölkt.

Bildinformationen

1951: Das Land Steiermark mietet die Repräsentationsräume im ersten Stock des Gebäudes und beauftragt Karl Haiding mit dem Aufbau eines Museums für den Bezirk Liezen. Im Vorfeld von Sonderausstellungen sammelte er Objekte und Dokumentationen zu den Themen Bienenzucht und Lebzelterhandwerk, Wald und Holz oder Almwirtschaft in der Steiermark.[1]

Dem Engagement von Karl Haiding verdankt das Museum Trautenfels einen großen Teil seiner volkskundlichen Sammlungen. Ab 1955 prägte er die Ausrichtung des Museums – seine Aktivitäten vor 1945 und seine Verstrickungen in den Nationalsozialismus blieben jedoch lange Zeit unerwähnt. Dies entfachte zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Debatte in den Medien, der sich eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Haidings Nachlass und seiner Person anschloss.

1959: Die Republik Österreich verkauft Schloss Trautenfels samt dem zugehörigen Areal um einen Anerkennungspreis und „schenkt“ dem Jugendherbergswerk 750.000 Schilling mit der Auflage, damit die schadhaften Wehrbasteien zu sanieren. Die Renovierungsarbeiten wurden in den Jahren 1960 bis 1962 durchgeführt.

Am 9. August wird das Heimatmuseum als Museum für den Bezirk Liezen und Abteilung des Joanneums (Gründung durch Erzherzog Johann im Jahre 1811) offiziell eröffnet.

1971: Es erfolgt die Umbenennung in „Landschaftsmuseum Schloss Trautenfels“, seit 2011 heißt die Museumsabteilung Schloss Trautenfels. Die Dauerausstellung wird weiter als Landschaftsmuseum bezeichnet.

Nutzung und Generalsanierung

Aufnahmen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Ein Mann mit Hut zieht einen Handwagen, auf dem umwickelte Gegenstände liegen. Im Hintergrund sieht man Berge und Wälder.
Karl Haiding beim Sammeln von Museumsobjekten, Pichl-Kainisch, 1957

Bildinformationen

Eine Schwarz-weiß Fotografie. Rechts im Bild steht ein Mann, der eine Rede hält. Links sitzen und stehen Erwachsene und hören dem Redner zu. Das Publikum trägt teilweise Tracht.
Museumseröffnung, Univ.-Prof. Dr. Hanns Koren erklärt das Heimatmuseum am 9. August 1959 für eröffnet.

Bildinformationen

Schwarz-weiß Fotografie von einer Wand. An dieser sind verschiedene Museumsobjekte (hauptsächlich Schaufeln) und Fotografien angebracht.
Ausstellungsraum im Heimatmuseum. Objekte zum Angeln und eine Sammlung von Pflugscharen, 1962

Bildinformationen

Schwarz-weiß Fotografie von einer Gruppe von Menschen. Diese stehen in einem Ausstellungsraum und sehen einem Mann zu, der zur Gruppe spricht.
Eröffnung der Sonderausstellung „Steirisches Salz“, 1975

Bildinformationen

Eine schwarz-weiß Fotografie von Jugendlichen, auf einem Hof. Eine Gruppe steht links im Vordergrund, eine andere sitzt auf einer Treppe weiterhinten.
Gäste der Jugendherberge im Vorhof, 1970

Bildinformationen

Fotografie von einer Baustelle. Auf der rechten Seite liegen Geräte und Schläuche. In der Mitte sitz ein Mann auf einem roten Fahrzeug in einem Graben.
Bauarbeiten im Zwischengeschoss, 1991

Bildinformationen

Fotografie des Schloss Trautenfels. An den Schlosswänden befindet sich ein Gerüst. Auf dem Dach befinden sich Handwerker, die das Dach neu machen. Teile des Daches sind schon hellbraun mit neuen Schindeln, Teile sind noch dunkelbraun mit alten Schindeln.
Schloss Trautenfels, Südfasade, Oktober 1984

Bildinformationen

1982: Trotz hoher Auslastung der Jugendherberge (bis zu 30.000 Nächtigungen im Jahr) häufen sich finanzielle Probleme und dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen an Dach, Fassade und Ausstattung. Die Herberge wird geschlossen. Die seit 1969 in einigen Räumen untergebrachte land- und forstwirtschaftliche Internatsschule übersiedelt nach Gröbming.
Auf Initiative des damaligen Museumsleiters Volker Hänsel bildet sich ein „Kuratorium zur Rettung von Schloss Trautenfels“. Im Dezember 1983 konstituiert sich der „Verein Schloss Trautenfels“. Politische Vertreter der Region sprechen sich für eine Erhaltung von Schloss Trautenfels als „nationales und internationales kulturelles Zentrum mit dem Museum für den Bezirk Liezen“ aus.

1983: Die Gemeinde Pürgg-Trautenfels erwirbt mit Unterstützung des Landes Steiermark das Schloss zum symbolischen Kaufpreis von einem Schilling. Die Gemeinde verpachtet das Schloss an den Verein Schloss Trautenfels, dessen Zweck die Renovierung und Erhaltung des Schlosses sowie die Förderung und Unterstützung des Landschaftsmuseums am Joanneum ist.

1984–1989: Um das Schloss im wahrsten Sinne des Wortes „vor dem Verfall zu retten“, werden die dringend notwendigen Renovierungsarbeiten an dem Dach, der Fassade und den Fenstern über Förderungen und Spenden finanziert und umgesetzt.

Moderne Architektur von Manfred Wolff-Plottegg

Aufnahmen aus den 1990er Jahren

Weißes Treppenhaus mit modernen (Treppe und Geländer) und alten (Säulen) Elementen.
Großer Lichthof

Bildinformationen

Foto von einem Treppenhaus aus Beton und Metall in einem schmalen Turm
Turmstiege

Bildinformationen

Weißes Treppenhaus mit metallenem Geländer. Im Vordergrund stehen zwei Säulen
Treppe im großen Atrium

Bildinformationen

1990–1992: Schloss Trautenfels erhält den Zuschlag für die Ausrichtung der Steirischen Landesausstellung Lust und Leid. Barocke Kunst, barocker Alltag. Die nötigen Budgetmittel für die vollständige Renovierung des Gebäudes und die Erstellung einer zeitgemäßen Infrastruktur für den Museums- und Ausstellungsbetrieb werden freigegeben. Die Generalsanierung wird vom Architekten Manfred Wolff-Plotteg in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und den Bauherren im Stil des 20. Jahrhunderts geplant und umgesetzt.

Die Planung ging von dem aus, was 1.) das Gebäude an Sanierung und Rückführung einforderte, was 2.) für die neue Nutzung erforderlich war und was 3.) baukünstlerisch unter dem Aspekt von „Bauen im Bestand“ im Entwurf entwickelt wurde. Die gesamte Erschließung des Gebäudes für den Besucher*innenstrom erfolgte von der Eingangshalle über den Felsengang, der zweiten Hauptstiege mit Lift, hinauf zur Stiegenanlage im Aussichtsturm und schließlich zur Ausgangshalle mit dem neuen Ausgang bei der östlichen Terrasse. Weitere punktuelle Eingriffe waren die Kassa in der Eingangshalle, die neuen WC-Anlagen, die Überdachung der beiden Lichthöfe und die Trennung zum neuen Seminarbereich. Das gesamte Gebäude wurde mit einer Hüllflächen-Temperier-Anlage ausgestattet, die gesamte Sanitär- und Elektroinstallation erneuert. Außen kam es zum Zubau der Hauswerkstätte, deren begrüntes Dach nunmehr auch einen Rundgang um das Schloss ermöglicht.

1992: Im Zuge der Renovierungsmaßnahmen im Zwischengeschoss kommen Farbschichten zum Vorschein. In den Jahren 1997 bis 1999 werden die aus dem 16. Jahrhundert stammenden Bildfelder freigelegt. Der sogenannte „Freskenraum“ wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1994: Die Gemeinde Pürgg-Trautenfels vermietet Schloss Trautenfels an das Land Steiermark – Landesmuseum Joanneum.

1998: Eröffnung des neuen Landschaftsmuseums, das in 13 kaleidoskopartig angeordneten Themenräumen die Kultur- und Naturgeschichte des steirischen Ennstales und Ausseerlands präsentiert.

Fotografie von einem Raum mit gewölbter Decke. An der Decke sind Fresken in hellen Farben gemalt.

Bildinformationen

Das 21. Jahrhundert

2006–2007: Durch die Abholzung des Schlosshügels wird der gesamte Komplex mit den eindrucksvollen Wehrbasteien und dem Sockelmauerwerk des Schlosses selbst sichtbar. Eine historisch bedeutende Situation ist dadurch wiederhergestellt.

2007–2010: Ein großer Ausbruch an der Südwestbastei[2] führt zu einer statischen Untersuchung der gesamten Mauer und aus sicherheitstechnischen Gründen zur Sperre der Zufahrtsstraße – eine Behelfszufahrt wird errichtet.

Aufgrund akuter Einsturzgefahr eines ca. 30 m langen Teilstücks der Basteimauer des Schlosses Trautenfels musste zu Weihnachten 2007 die an der Mauer entlangführende Zufahrtsstraße gesperrt werden. Im Zuge der Befundungen wurde festgestellt, dass die gesamte Basteimauer in äußerst desolatem Zustand ist, worauf ein Gesamtsanierungskonzept entwickelt wurde. Im Juli 2009 konnte nach Genehmigung der Mittel durch die Steiermärkische Landesregierung mit einer umfassenden Sanierung begonnen werden. Die Sanierungsarbeiten kamen bereits im Frühsommer 2010 zum Abschluss.

Nach Genehmigung der Mittel durch die Steiermärkische Landesregierung im Jahr 2009 erfolgt eine umfassende Sanierung und statische Sicherung mittels selbsttragender Erdvernagelung[3] unter Erhaltung der historischen Bausubstanz. Durch die Außenbeleuchtung tritt das historische Gebäude auch nachts als optische Landmarke in Erscheinung.

Europäisches Patent, EP2141287: Durch die Aufnahme des Erddruckes hinter der Stützwand durch Beton-Lastverteilungsscheiben und angeschlossene Erdvernagelung wird ein neues Tragsystem hergestellt. Dies ermöglicht, das vorhandene Bauwerk so zu entlasten, dass es sich nur noch selbst tragen muss und somit erhalten werden kann.

2015: Im Zuge der Gemeindestrukturreform erfolgt die Zusammenlegung der Gemeinden Pürgg-Trautenfels und Stainach zur Gemeinde Stainach-Pürgg, in deren Besitz sich Schloss Trautenfels heute befindet. Sie vermietet das Bauwerk an das Universalmuseum Joanneum. Das Joanneum ist für die Erhaltung und Verwaltung des Gebäudes verantwortlich. Das gesamte Schloss wird als Museum und für Kulturveranstaltungen genutzt und ist mitsamt dem Aussichtsturm für Besucher*innen zugänglich.

Schloss Trautenfels, eine Abteilung des Universalmuseums Joanneum, steht als vielschichtiger Kunst- und Kulturstandort für die Geschichte, Kultur und Natur des Bezirkes Liezen, dessen Sammlung über 40.000 Objekte umfasst. Auseinandersetzungen mit regionsspezifischen Themen führen zu Kontexten auf nationaler und internationaler Ebene.

Renovierungen im 21. Jahrhundert

Aufnahmen aus den Jahren 2009 und 2010

Schlossmauer mit vielen ausgebrochenen Steinen und kaputten Stellen.
Einsturz in der Südwestbastion, Frühjahr 2009

Bildinformationen

Schlossmauer mit Gerüst
Renovierungsarbeiten an der Südwestbastion, Sommer 2009

Bildinformationen

Vor dem Schlosseingang steht ein Bagger und es werden Rohre verlegt.
Aushubarbeiten im Vorhof, Herbst 2009

Bildinformationen

Luftaufnahme vom Schlosshof, auf dem Plastersteine verlegt werden.
Pflasterarbeiten im Vorhof, 2010

Bildinformationen

Frisch renovierte Mauer und gestrichenes Schlossgebäude.
Südseite. Bastionwand mit Nebengebäude nach der Renovierung, 2010

Bildinformationen

Frisch renovierte Mauer mit dem Schloss im Hintergrund.
Südwestliche Bastion nach der Renovierung, 2010

Bildinformationen


Schloss Trautenfels mit blauem Himmel im Hintergrund ist der Berg Grimming

Bildinformationen

[1] Haiding, Karl (1906–1985), der Volkskundler war in der NS-Zeit u. a. in hoher Funktion im Amt Rosenberg tätig. Vgl. Mindler Ursula, „… obwohl ich überhaupt keine Zugeständnisse gemacht habe und meine gesamtdeutsche Einstellung den Fachkollegen durchaus bekannt ist …“. Anmerkungen zu Karl Haiding (1906–1985). In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, NS Band LXIV, Heft 2 (2010), Seite 179–202. (Im Shop erhältlich.) Dem Engagement von Karl Haiding verdankt das Museum Trautenfels einen großen Teil seiner volkskundlichen Sammlungen. Ab 1955 prägte er die Ausrichtung des Museums – seine Aktivitäten vor 1945 und seine Verstrickungen in den Nationalsozialismus blieben jedoch lange Zeit unerwähnt. Dies entfachte zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Debatte in den Medien, der sich eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Haidings Nachlass und seiner Person anschloss.

[2] Aufgrund akuter Einsturzgefahr eines ca. 30 m langen Teilstücks der Basteimauer des Schlosses Trautenfels musste zu Weihnachten 2007 die an der Mauer entlangführende Zufahrtsstraße gesperrt werden. Im Zuge der Befundungen wurde festgestellt, dass die gesamte Basteimauer in äußerst desolatem Zustand ist, worauf ein Gesamtsanierungskonzept entwickelt wurde. Im Juli 2009 konnte nach Genehmigung der Mittel durch die Steiermärkische Landesregierung mit einer umfassenden Sanierung begonnen werden. Die Sanierungsarbeiten kamen bereits im Frühsommer 2010 zum Abschluss.

[3] Europäisches Patent, EP2141287: Durch die Aufnahme des Erddruckes hinter der Stützwand durch Beton-Lastverteilungsscheiben und angeschlossene Erdvernagelung wird ein neues Tragsystem hergestellt. Dies ermöglicht, das vorhandene Bauwerk so zu entlasten, dass es sich nur noch selbst tragen muss und somit erhalten werden kann.

Alle anzeigen

Folgen Sie Schloss Trautenfels!