Strobilurus esculentus

Fichten-Zapfenrübling

Der Fichten-Zapfenrübling wächst typischerweise im Frühjahr ab der Schneeschmelze auf vergrabenen Fichtenzapfen, sowohl unter angepflanzten Fichten im Flachland als auch in den natürlichen Fichtenwäldern der höheren Lagen. Seine Hutfarbe variiert von rein weiß bis hin zu dunkelbraun, die Lamellen sind weiß, der Stiel ist schlank, zäh und in der Regel gelblich (an der Spitze jedoch heller). Kaum einmal wird man ihn einzeln antreffen – Vorkommen mit hunderten bis tausenden Fruchtkörpern sind keine Seltenheit. Ebenso kann er selten auch außerhalb seiner typischen Erscheinungszeit (Frühjahr) fruktifizieren.

Als einer der ersten Speisepilze des Jahres wird der Fichten-Zapfenrübling von manchen Pilzsammlern durchaus geschätzt, allerdings ist das Sammeln der Hüte – die Stiele sind zu zäh – eine mühsame Angelegenheit.

 

Alle Fotos: M. u. G. Friebes.

Verwechslungsmöglichkeiten

 

Aus der Steiermark sind zwei weitere Strobilurus-Arten bekannt, die jedoch beide auf Kiefernzapfen wachsen. Allerdings sind die Zapfen manchmal so tief vergraben, dass das Substrat nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann. Der Bittere Kiefern-Zapfenrübling (S. tenacellus) sollte, wie der deutsche Name schon sagt, einen etwas bitteren Geschmack haben, wohingegen der Milde Kiefern-Zapfenrübling (S. stephanocystis) angenehmer schmeckt. Eine sichere Trennung dieser beiden Arten voneinander gelingt am besten mikroskopisch.

Auf vergrabenen bzw. liegenden Fichtenzapfen wächst im Frühjahr auch der Fichtenzapfen-Helmling (Mycena plumipes), der sich durch einen nitrösen bzw. chlorähnlichen Geruch vom Fichten-Zapfenrübling, der unauffällig pilzig riecht, sowie durch meistens fehlende Gelbtöne am Stiel unterscheidet.

Eine weitere ähnliche Art ist der Mäuseschwanz-Rübling (Baeospora myosura). Auch er wächst auf Fichtenzapfen, fruktifiziert jedoch in der Regel deutlich später im Jahr, wobei es hier durchaus Überschneidungen mit dem Wachstum des Fichten-Zapfenrüblings geben kann. Der Stiel des Mäuseschwanz-Rüblings ist stärker bereift, die Lamellen stehen dichter und die Fruchtkörper sind in der Regel kleiner.

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