Moehringia trinervia

Dreinervige Nabelmiere

Familie der Caryophyllaceae (Nelkengewächse)

 

Dieses zwar ausdauernde, aber von der Gestalt her sehr zarte Pflänzchen wächst in krautreichen Laub- und auch Nadelmischwäldern sowie an meist schattigen Waldrändern und Gebüschen und wird oft übersehen bzw. kaum beachtet.

 

Der Stängel der Dreinervigen Nabelmiere ist zart, niederliegend bis etwas aufrecht und stark verzweigt. Die Laubblätter sind kurz gestielt, gegenständig, ganzrandig, am Rand bewimpert sowie deutlich 3- (oder manchmal auch 5-)nervig. Die unteren Blattspreiten sind von fast kreisförmiger bis breit-eiförmiger Gestalt, die oberen hingegen sind in der Regel schmal-eiförmig, die Spreitenspitze ist meist kurz und scharf.

 

Die Blüten sitzen an langen, dünnen Stielen einzeln in den Blattachseln oder in sehr lockeren, endständigen Zymen. Die Blütenstiele sind zur Blütezeit aufrecht, nach dem Verblühen stehen sie waagrecht ab und unter dem Kelch knicken sie noch nach unten. Die Blüten sind fünfzählig und erreichen einen Durchmesser von fast 1 cm. Die 5 Kelchblätter sind länglich-lanzettlich und haben einen breiten Hautrand; am Rand und am Mittelnerv sind sie stark bewimpert. Die 5 weißen Kronblätter sind ganzrandig und ungefähr halb bis dreiviertel so lang wie die Kelchlblätter, ähnlich lang sind die 10 Staubblätter. Auf dem oberständigen, kugeligen Fruchtknoten sitzen 3 Griffel.

 

Die Frucht ist eine kugelige Kapsel, die etwas kürzer ist als der Kelch; sie öffnet sich mit 6 nach außen zurückrollenden Zähnen und entlässt die wenigen etwa 1 mm im Durchmesser großen Samen. Die Samen sind nierenförmig bis rundlich, haben eine glatte, rotbraun bis schwarz glänzende Oberfläche, sind am Rücken scharf gekielt und tragen ein weißes Anhängsel, das als Elaiosom fungiert: Die Samen werden also von Ameisen vertragen, die sich von diesem zucker-, fett- und eiweißreichen Anhängsel ernähren.

 

Die Dreinervige Nabelmiere ist von der collinen bis an die subalpine Höhenstufe in der gesamten Steiermark anzutreffen. Sie blüht - je nach Seehöhe - von Mai bis Juli.

Naturkundemuseum

Joanneumsviertel
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9100
joanneumsviertel@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr


Rundgänge
Termine finden Sie im Kalender oder nach Voranmeldung.

Studienzentrum Naturkunde
Weinzöttlstraße 16
8045 Graz, Österreich 
T +43-316/8017-9000
Termine auf Anfrage

Café OHO!
Di-Sa 10-24 Uhr

 

10. April 2023
1. Mai 2023
29. Mai 2023

21. Februar 2023
24. bis 26. Dezember 2023