Cyanus segetum

Kornblume

Familie der Asteraceae (Korbblütler)

 

Die Kornblume ist ein ehemals häufiges, heute nur mehr selten anzutreffendes Beikraut vor allem in Getreidefeldern.

Die einjährige Pflanze wird 30 bis 70 cm hoch, hat eine spindelförmige Wurzel und einen mehr oder weniger stark verzweigten, kantigen Stängel. Die Laubblätter sind schmal-lanzettlich und bis 6 mm breit, die grundständigen Laubblätter können auch fiederspaltig sein.

 

Die Blütenkörbe sitzen einzeln am Ende der Verzweigungen des Sprosses und erreichen einen Durchmesser von 3 cm. Die Korbhülle ist eiförmig, die äußeren Hüllblätter sind breit dreieckig, klein und grün, die oberen Hüllblätter hingegen sind schmäler-dreieckig, im oberen Teil meist violett gefärbt und mit einem häutig-braunen dreieckigen Anhängsel versehen. Die Hüllblätter und insbesondere die Anhängsel sind kammartig gefranst.

 

Die randständigen Blüten sind strahlenartig ausgebreitet, tiefblau gefärbt, steril und 2 bis 3× so lang wie die inneren Röhrenblüten; sie dienen als Schaublüten der Anlockung von Bestäubern. Sehr selten treten auch hellblaue oder ganz weiße Blüten auf. Die kurzen Röhrenblüten in der Mitte des Korbs sind zwittrig und ebenfalls blau gefärbt. Der Griffel ist von den dunkelblauvioletten Staubbeuteln, die wie bei allen Korbblütlern zu einer Röhre verwachsen sind, umgeben; in diese Röhre wird auch der Pollen entleert. Bei Berührung (z. B. durch ein Insekt) biegen sich die Staubfäden knieförmig nach außen und ziehen damit den Staubbeutelring nach unten. Dabei drückt der feststehende Griffel den freien Pollen nach oben und präsentiert diesen dem Insekt.

 

Die Früchte der Röhrenblüten sind – typisch für die Familie der Korbblütler – einsamige Achänen (die Samenwand ist mit der Fruchtwand zu einer Einheit verwachsen). Sie sind etwa 3 cm lang, fein und kurz seidig behaart, blaugrau und zu den Enden hin weißlich.

 

Ursprünglich war die Kornblume im Mittelmeerraum heimisch, ist aber mit dem Getreideanbau schon im klassischen Altertum in ganz Mitteleuropa angekommen. In der Steiermark wächst sie vor allem in der submontanen Höhenstufe als Beikraut in Getreidefeldern, sie ist heute aber durch Saatgutreinigung und Herbizideinsatz nur mehr selten anzutreffen.

 

Bitte um Mithilfe

Um ein aktuelles Bild des heutigen Vorkommens dieser Art in der Steiermark zu erhalten, bitten wir Sie um Ihre Hilfe: Wenn Sie Kornblumen sehen, schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit der Angabe von Beobachtungsdatum und Fundort (eventuell mit geografischen Koordinaten), wie zahlreich Sie die Kornblumen beobachtet haben und ev. ein Foto an naturkunde@museum-joanneum.at oder kurt.zernig@museum-joanneum.at. Vielen Dank dafür!

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