Pollenallergien und Klimaveränderung

Vortrag von Helmut Zwander

20.04.2016 17:15


In Kooperation mit der Österreichischen Gartenbaugesellschaft

Kosten: Eintritt frei

Ort: Studienzentrum Naturkunde, Veranstaltungsraum, Weinzöttlstraße 16, 8045 Graz

Zufahrt: Am Andritzbach (Parkplatz gegenüber Billa-Filiale)


Im Grunde genommen ist der Blütenstaub der Pflanzen, auch Pollen genannt, für uns Menschen völlig harmlos! Lästig kann der Pollen bei einer Massenblüte werden, wie sie z.B. bei der Fichte oder der Wald-Kiefer vorkommen kann. In solchen Jahren sind dann die Autos, die Fensterscheiben und Wasserflächen mit einem auffallenden "Schwefelregen" bedeckt.

 

Beim Transport durch die Luft ist der Pollen längere Zeit verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt (z.B. Trockenheit, UV-Strahlung, Bakterienbefall). Er besitzt deshalb eine besonders widerstandsfähige Außenhülle, die aus Sporopollenin aufgebaut ist. Diese Substanz gehört zu den widerstandsfähigsten Materialien, welche die Natur entwickelt hat. Dieses Sporopollenin bildet aber nicht die allergenen Bestandteile des Pollenkorns, sondern es sind dies gewisse Eiweißmoleküle, die sich im Bereich der Innenschicht des Pollenkorns befinden. Warum gerade diese Eiweißmoleküle mit dem Immunsystem des Menschen reagieren ist eigentlich ein Rätsel!

Weltweit nehmen die Allergien dramatisch zu. Die World Allergy Organization hat veröffentlicht, dass derzeit zwischen 30 und 40 Prozent der Weltbevölkerung von einer Allergie betroffen ist. Für Österreich geht man von einem Wert von etwa 25 % aus – die Hälfte davon leidet an einer Pollenallergie.

 

Für Pollenallergiker/innen in Österreich besitzen etwa 15 Pollentypen eine größere Bedeutung als Allergenlieferanten, wobei die Erle, die Hasel, die Pappel, die Esche, die Birke und die Eiche die Frühjahrsallergien auslösen. Die Gräser, die Wegerich- und die Ampfer-Arten sowie die Brennnessel sind für die Frühsommer- und Sommerallergien verantwortlich. Der Beifuß und das Traubenkraut (Ambrosia, Ragweed) lösen dann die Spätsommerallergien aus.

Mag. Dr. Helmut Zwander ist wissenschaftlicher Leiter des Pollenwarndienstes der Kärntner Landesregierung, unterrichtet an der Pädagogischen Hochschule des Bundes in Kärnten und ist seit 2006 Präsident des Naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten. Er wurde mehrfach für seine wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet und erhielt unter anderem den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

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