Programm

Sehr geehrte Kolleginnen!

Sehr geehrte Kollegen!

 

 

Die Museumsakademie feiert 2019 ihr 15-jähriges Bestehen. Der Blick zurück auf die vielen impulsgebenden Begegnungen und Debatten dieser Jahre ist auch ein Anlass, um über unsere zentralen Anliegen nachzudenken. Im Kern geht es uns weiterhin darum, Austausch zu ermöglichen und Prozesse der Öffnung und Weiterentwicklung zu unterstützen – als eine Einrichtung, die wie bisher an immer neuen Orten Station macht, bereichernde Kooperationen eingeht, sich dem Dialog mit Wissenschaft und Forschung öffnet und so Menschen miteinander über die Belange des Museums ins Gespräch bringt.

 

Prozesse der Öffnung sind nicht nur ein Anliegen der Museumsakademie, sie sind auch ein Befund, die Lage der Museen von heute betreffend. Gerade in Zeiten einer digitalen Verfasstheit der Gesellschaft scheint sich die Öffnung des Museums auf sein Publikum zu beschleunigen. Immer öfter sind Häuser mit Besucherinnen und Besuchern konfrontiert, die es gewohnt sind, auch ,Userʻ zu sein, sich einzubringen und das Museum – ob online oder im physischen Raum – als Ort der gesellschaftlichen Teilhabe zu betrachten. Wir nehmen diesen Faden auf und fragen danach, welche Potenziale für Involvierung, Dialog und Community-Bildung in der Interaktion an digitalen Schnittstellen liegen. Wir gehen zugleich den Schnittstellen im physischen Raum des Museums nach und diskutieren, wie sich das essenzielle, jedoch oft marginalisierte oder wenig lustvoll beachtete Arbeitsfeld des Besucher/innenservices gestalten lässt. Wir fragen danach, welche Relevanz das Museum heute als Diskursort für aktuelle und gesellschaftlich brisante Themen hat und wie politisch seine Rolle eigentlich ist, sein darf oder sein muss.

 

Die Öffnung in Richtung Kultur- und Geisteswissenschaften scheint uns besonders dort spannend, wo wir den Umgang des Museums mit seinen Objekten reflektieren, uns dem Fotoalbum mit neuen Konzepten nähern oder das Ausstellen von Literatur zur Debatte stellen. Und schließlich bleibt Öffnung ein zentrales Anliegen, wenn es um den Blick über nationale Grenzen hinaus geht, wenn wir etwa Dauerausstellungen in einem internationalen Kontext beobachten oder Sie zu einer Exkursion an einen Ort des transnationalen Gedenkens einladen.

 

Wir freuen uns, wenn Sie die Museumsakademie auch dieses Jahr als eine örtlich flexible und offene Plattform nutzen, um miteinander ins Gespräch zu kommen!

 

 

Für die Museumsakademie

 

Karoline Boehm, Bettina Habsburg-Lothringen und Eva Tropper

Programm 2019



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