Programm

Spulmaschine zum Tätowieren, Foto: Markus Tretter, vorarlberg museum

Programm 2018



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Sehr geehrte Kolleginnen!

Sehr geehrte Kollegen!

 

 

Die Museumsakademie hat das Jahr damit begonnen, sich personell neu aufzustellen und ein Programm zu entwerfen, das weiterhin vor allem eines versucht: die Entwicklung des Museums kritisch und fragend zu begleiten. Wir möchten auch dieses Jahr Perspektiven aus der Praxis mit solchen aus der Theorie zusammenbringen und einen Raum öffnen für vielstimmige Expertisen des Museum-Machens und des Museum-Wahrnehmens. Das Dialogische als Form und Haltung musealen Handelns setzen wir dabei als einen Ausgangspunkt.

 

So fragen wir nach den Potenzialen von Kooperationen für kuratorische Prozesse, und damit auch nach Deutung und Entscheidung in kollektiven und kollaborativen Arbeitssituationen. Die dialogische Herausforderung, die das Teilen von Deutungshoheit mit sich bringt, diskutieren wir im Zusammenhang mit Fragen von Minorisierung und Repräsentation und kartieren damit ein immer neu zu vermessendes Feld in seiner Historizität und Gegenwart. Wir fragen, wie das Museum Dialoge initiieren kann, und was passiert, wenn sich Museen ihren Besucherinnen und Besuchern konsequent öffnen und ihre Erfahrungen in und mit der Institution empirisch beforschen. Welche Rolle Museen im Kontext urbaner Diskurse spielen, beschäftigt uns insbesondere auf einer Exkursion nach Kopenhagen.

 

Nicht nur die Beziehung zwischen Mensch und Museum verändert sich laufend, sondern auch die Beziehung zwischen Museum und Objekt unterliegt sich wandelnden Parametern, die uns eine weitere Fährte durch das Programm legen lassen. Die Fülle der Dinge in unserer von Simonetta Carbonaro einmal als „Zuvielisation“ bezeichneten langen Gegenwart stellt auch Museen vor neue Herausforderungen. Wir diskutieren an konkreten Beispielen, wie aktuelle gesellschaftliche Veränderungen eine Neuorientierung in Fragestellungen nach sich ziehen und welche Konzepte wir entwickeln wollen, um das Museum für die Zukunft zu rüsten.

 

Wir freuen uns, wenn Sie Lust haben, sich mit uns in diesen Dialog zu begeben und sich mit Aufgaben, Zielsetzungen und Experimenten des Musealen zu befassen, Netzwerke zu erweitern, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und sich untereinander auszutauschen!

 

 

Für die Museumsakademie

 

Karoline Boehm, Bettina Habsburg-Lothringen & Eva Tropper

 

Museumsakademie Joanneum

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-664/8017-9537
museumsakademie@museum-joanneum.at