Sandra Nauert:

Mehrsprachigkeit im Museum effizient gestalten

In einer zunehmend globalen und digitalen Welt setzen Museen auf eine mehrsprachige, zielpublikumsspezifische und diversifizierte Kommunikation, um ein möglichst vielschichtiges Publikum anzusprechen. Mehrsprachigkeit im Museum kann zweifelsohne einen bedeutenden Beitrag leisten, um museale Inhalte universell zugänglich zu machen. Doch welche Anpassungsvorgänge kommen hierbei zum Tragen? Und welche translationspolitischen Entscheidungen sind sinnvoll, um eine effiziente und qualitative mehrsprachige Redaktion zu gewährleisten? Ziel der Studie ist die Erarbeitung eines Katalogs von Best Practices bezüglich einer effizienten Translationspolitik im musealen Betrieb, welcher auf der Basis von semi-strukturierten Interviews mit 25 europäischen Kunstmuseen erarbeitet wird, und sich an den ISO-Normen zur Translation orientiert. Der Aufenthalt an der Museumsakademie erlaubte eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit dem Forschungsthema, dank eines aktiven Dialogs mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus diversen Abteilungen des Universalmuseums Joanneum: Kunstvermittler/innen, Kuratorinnen und Kuratoren, Lektoren, Mitarbeiter/innen aus Presse, Marketing und der digitalen Kommunikation sowie Mitarbeiter/innen der Stabsstelle Inklusion & Partizipation.

 

 

Kurzbiografie

Sandra Nauert (Diplom-Übersetzerin, Universität Heidelberg) promoviert derzeit an der Universität Bologna zum Thema Mehrsprachigkeit und Übersetzungspraktiken im Kunstmuseum. Zuvor Forschungstätigkeit an der Universität Bologna (20152017) im Rahmen des Projekts ATRIUM: Linguistic and cultural interpretation of the dissonant heritage from Architecture of Totalitarian Regimes sowie langjährige Tätigkeit im Qualitätsmanagement, Bereich Audiovisuelle Translation (20082014).

Museumsakademie Joanneum

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