Marion Hesse:

Museen barrierefrei für alle - ein Abbau von Barrieren

Zu den wesentlichen Aufgaben von Museen gehört das Bewahren von Kulturgut und dessen Vermittlung an die Öffentlichkeit. Dabei sollen möglichst alle Menschen Zugang zu den Objekten in den Museen erhalten ohne das zum Beispiel eine Differenzierung nach Alter, Geschlecht, sexueller Ausrichtung, ethischer Herkunft oder einer physischen oder psychischen Behinderung gemacht wird. Wie sehen jedoch die Möglichkeiten eines Museums aus, seinen Bestand auch Seh-, Hör- oder Mobilitätsbehinderten oder Menschen mit einer Lernschwäche zugänglich zu machen und geeignet zu präsentieren?

Das Universalmuseum Joanneum bietet sich aufgrund seiner Beschaffenheit für eine Erforschung dieses Themas besonders gut an. Denn mit seinen zehn Standorten, verschiedenen kulturhistorischen, naturkundlichen und künstlerischen Museen und den jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen der einzelnen Häuser ermöglicht es nicht nur singuläre Betrachtungsweisen, sondern einen – losgelöst von konkreten Inhalten – relativ großräumigen Ein- und Weitblick.

Die Museumsakademie des Joanneums begleitete diese Forschungsfrage, indem sie Literatur und theoretischen Input zur Verfügung stellte, für Fachaustausch mit Kollegen aus den unterschiedlichen Bereichen der Häuser sorgte und den Zugang zu verschiedenen Ausstellungen ermöglichte.

 

Die aus dieser Forschung erhaltenen vielfältigen Ergebnisse können Möglichkeiten aufzeigen, was Museen voneinander lernen können und wobei ein kollegialer Austausch über Landesgrenzen hinweg helfen kann, um die musealen Aufgaben auch bei zukünftigen gesellschaftlich-aktuellen Entwicklungen erfüllen zu können.

 

Museumsakademie Joanneum

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