ehem. Grenzlandmolkerei Mureck

Lag in den ersten Jahrzehnten der Schwerpunkt noch auf der Buttererzeugung, so verlagerte sich die Produktion in den 1960er- und 1970er-Jahren verstärkt auf die Käserei. Insbesondere der Murecker Butterkäse erfreute sich auch im Ausland großer Beliebtheit. So vermeldet die Sonntagspost vom 22.02.1970, Seite 23: „Im Käseland Schweiz hat man sogar die Franzosen aus dem Geschäft gebracht, und die Nachfrage ist so groß, dass man gar nicht – zumindest vorläufig – die gewünschten Mengen liefern kann.“ In weiterer Folge kam es zu einer Ausweitung der Betriebsanlagen sowie zur ausschließlichen Verkäsung der angelieferten Milch.

 

Anfang der 1990er-Jahre feierte die Käserei Mureck unter Produktionsleiter und Qualitätsbeauftragten Josef Bund bei internationalen Prämierungen große Erfolge, vor allem der „St. Patron“ wurde zum Aushängeschild für die gesamte Produktpalette. 1991 wurde die Molkereigenossenschaft Leibnitz/Mureck mit der Molkereigenossenschaft Stainz fusioniert. In Mureck konnte der Käsereibetrieb noch bis 1999 aufrechterhalten werden.

Die Molkereigenossenschaft „Steirisches Grenzland“ mit Sitz in Mureck wurde am 15. Jänner 1928 im Gasthaus Oberer bei großer Beteiligung von Bauern und Interessenten aus der Region gegründet. Noch im selben Jahr konnte mit dem Bau des Molkereigebäudes in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof begonnen werden.

Museum für Geschichte

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