Zwischengoldbecher, 18. Jh.

Zwischengoldbecher, Doppelwandglas mit radierter Goldfolie, Rotlack, Böhmen (?), 1. Hälfte 18. Jh., KHS, Inv.-Nr. 9908, Foto: UMJ/N. Lackner

Zwischengoldgläser weisen eine doppelte Wandung auf, wobei die innere das in Goldradierung ausgeführte Motiv aufweist. Zum Schutz gegen Abrieb wurde eine zweite Wandung aufgesetzt. Die Darstellungen tragen zumeist Genrecharakter, beliebt waren Landschaftsmotive mit lebhaft bewegten, an die Graphik der Epoche anknüpfenden Jagdszenen, Die bereits in der Spätantike bekannte Produktion von Zwischengoldgläsern erlebte in Böhmen in der ersten Hälfte des 18. Jhs. eine erneute Hochblüte. Die Herstellung war sehr kostspielig und mit großen Risiken verbunden, das Ineinanderpassen der beiden Wandungen stellte hohe technische Anforderungen an Glasbläser und –schleifer. Der Ausschuss betrug in der Regel 99 Prozent.

Museum für Geschichte

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Mi-So 10 - 17 Uhr



Das Museum für Geschichte hat am Montag 25. Juni 2018 von 10.30 bis 12.30 Uhr im Rahmen der Ausstellungseröffnung Im Zeitalter der Extreme. Demokratie im Widerstreit mit Diktaturen 1918/2018 ausnahmsweise geöffnet. 

 

24. bis 25. Dezember