Lichtputzschere, 18. Jh.

Lichtputzschere, Eisen, Goldtauschierung, Steiermark, um 1760, KHS, Inv.-Nr. 13903, Foto: UMJ/N. Lackner

Kerzenlicht war bis ins späte 18. Jh. adeligen Haushalten und kirchlichen Institutionen vorbehalten. Weiter verbreitet waren billige, stark rauchende Kienspäne oder die aus tierischen Fetten gewonnenen, übel riechende Talgkerzen, die nur geringe Leuchtkraft entwickelten. Hingegen gewährleisteten Kerzen aus Bienenwachs eine raucharme und geruchsfreie Beleuchtung, wie sie vornehmen Empfängen und kirchlichen Feiern angemessen war.

Dem Luxus der Beleuchtung entsprach der Aufwand der Gerätschaften, die für die Kerzenpflege gebräuchlich waren. Die hier erkennbaren Tauschierungen (von arab. „tauschija“ = färben) sind metallene Einlagen (Intarsien) in Metalloberflächen, eine seit dem frühen Bronzezeit bekannte Ziertechnik. Die Motive wie die hier erkennbare Jagdszene entsprachen der adeligen Lebenswelt.

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