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Dokumentationszeichnungen in der Tradition Karl Lachers

Knabe, die „Venus Medici“ zeichnend, Radierung, Ackermanns, London, 1. Juni 1820, Privatsammlung, Graz

 

Karl Lacher, Gründer der Kulturhistorischen Sammlung am Universalmuseum Joanneum, gilt als eine der bedeutendsten Museumspersönlichkeiten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Und dies nicht nur wegen seines Organischen Statutes“, durch das er die Sammlungen des Joanneums maßgeblich umstrukturiert und geordnet hat und in dem er die Gründung eines Kunstgewerbemuseums am Joanneum forcierte, sondern auch im Hinblick auf seine praktische museale Arbeit. So war er es, der die ersten Restaurierungswerkstätten im Gebäude in der Neutorgasse mit einplante und einrichten ließ und die durchgeführten restauratorischen Maßnahmen erstmals in den joanneischen Jahresberichten veröffentlichte. 

 

Einen beachtlichen museologischen Schatz stellt die reiche Anzahl seiner äußerst genauen und detailreichen Dokumentationszeichnungen dar, die er unter anderem von einer Vielzahl von Objekten der Kulturhistorischen Sammlung persönlich anfertigte – zur damaligen Zeit höchster musealer Standard! Neben kolorierten Zeichnungen bedeutender regionaler Schmiedeeisenobjekte, die nicht zuletzt in ihrer originalen Polychromie erfahrbar werden, liegen auch beeindruckend exakte Zeichnungen der historischen Raumausstattungen vor. Bis zu ihrer Demontage wurden diese sogenannten Period Rooms“ im eigens dafür gebauten Nordflügel präsentiert.  

 

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Museum für Geschichte

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