OBJEKTSALON #9

Aus der Zeit der Kathedralen: Gotische Elfenbeinreliefs

17.05.2016 18:30



Treffpunkt: Museum im Palais, Erdgeschoß

Kosten: Eintritt frei!

 

Um unserem Publikum Vielfalt und Qualität der Bestände der Kulturhistorischen Sammlung näher zu bringen, werden in unserem neuen Format „Objektsalon“ ausgewählte Sammlungsstücke von Sammlungskurator Ulrich Becker vorgestellt. 

 

 

In der Zeit zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erlebt das Kernland Frankreichs einen gewaltigen Bauboom: Jede Stadt will das größte Gotteshaus errichten. Den Bauten steht ihre Ausstattung in nichts nach: Glasfenster und Figurenzyklen dienten der Vorstellung, ein „Abbild des Himmels“ vor sich zu haben. Auch im kleinen Format sollten Glanz und Größe der Kathedralen spürbar werden. Paris wird zum Zentrum einer lebhaften Produktion kleinformatiger Elfenbeinreliefs. Sie spiegeln die Bildwelt wider, die von den Glas-, Skulpturen- und Freskenzyklen der Kathedralen bekannt ist. Bevorzugt werden Themen wie Episoden aus der Marienlegende oder dem Leben Christi. In Anlehnung an Paris entwickelt sich auch in Köln eine eigene Produktion. In ihnen zeigt sich ein Charakteristikum vieler gotischer Bauten und Bildwerke: die Farbigkeit: Auch die Grazer Elfenbeinreliefs weisen Spuren einer einst reichen Polychromie auf. So haben wir auch in ihnen kleine „Abbilder des Himmels“ vor uns. Vielfach ist der originale Zusammenhang dieser oft als Doppeltafeln (Diptycha) angelegten Reliefs verloren gegangen. So ist auch mit den Grazer Beispielen verfahren worden, die schon 1817 durch Schenkung aus Maria Saal/Kärnten ins Joanneum gelangten.



  

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
geschichte@museum-joanneum.at

 

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