So schwer, dass sie nicht zu tragen waren: Schleifkannen

Zunftkannen, auch Schleifkannen genannt, wurden bei Zunftversammlungen verwendet, und ganz zu Recht bringt man sie mit zeittypischen Trinkritualen in Verbindung. Dem Lehrjungen kam dabei die im Wortsinn schwere Aufgabe zu, die zwischen 30 und 70 cm hohen Zinnkannen gefüllt vom nächsten Gasthof zum Versammlungsort zu „schleifen“. Eine Prozedur, aus der sich der Tradition nach die Bezeichnung „Schleifkanne“ ableitet.

Das Gewicht der gefüllten Gefäße machte sie auf alle Fälle äußerst unhandlich, weshalb die meisten über einen Zapfhahn verfügten. Schleifkannen geben über ihre Herkunft oft ergiebige Auskunft: Verzierungen, Inschriften, Embleme und die für das jeweilige Handwerk typische Bekrönungsfiguren machen die Besitzer der Kannen kenntlich und werfen ein Licht auf eine ganze Kultur.

Museum für Geschichte

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24. bis 25. Dezember 2018