DRESS CODE

Mode von 1570 bis 1960

21.10.2004-01.05.2005



Die Sammlung der Kulturhistorischen Abteilung am Landesmuseum Joanneum

 

Die Kulturhistorische Abteilung verfügt über eine umfangreiche Sammlung: ca. 750 Objekte dokumentieren die Entwicklung der Mode von 1570 bis in die Gegenwart. Abgesehen von einem Grabfund - einem Herrenwams, mit dem Friedrich von Stubenberg 1575 beigesetzt wurde - spannt der Kostümbestand der Kulturhistorischen Abteilung einen Bogen von der Mitte des 18. Jahrhunderts und bis zu einem Damenhosenanzug von Prada - dem jüngsten Stück der Sammlung aus dem Jahr 1999.
Den Hauptteil der Sammlung bildet Damenbekleidung, und hier insbesondere Mode, die zu festlichen Anlässen getragen wurde. Herrenbekleidung ist nicht nur in dieser, sondern generell in Kostümsammlungen selten vertreten, da sie – vor allem ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts – nicht so stark Modetrends unterlag und meist zwischen den Generationen weitergegeben wurde.

 

Kostüme und Accessoires aus fünf Jahrhunderten

 

Für die Sonderausstellung „DRESS CODE“ wurden 54 Kostüme aus der hauseigenen Sammlung nach ästhetischen Gesichtspunkten, möglichst typischen Schnitten, einem kompletten Erscheinungsbild und auch dem Erhaltungszustand ausgewählt. Ergänzt wird diese „Moden-Schau“ durch Leihgaben aus international bedeutenden Sammlungen wie dem Wien Museum, dem MAK und dem Bayerischen Nationalmuseum München sowie der Universität für angewandte Kunst Wien.

 

Accessoires wie Hüte, Fächer, Schirme, Schmuck, Taschen und Schuhe ergänzen seit jeher das modische Erscheinungsbild. Unter den im Gesamten ca. 1.600 Objekten der Kulturhistorischen Abteilung des Landesmuseum Joanneum sind in der Ausstellung „DRESS CODE“ auch ausgewählte Accessoires beispielgebend als Einzelstücke zu sehen, die das modische Erscheinungsbild und den historischen Abriss komplettieren. Neben den Beständen der eigenen Sammlung zeigen kostbarer Gewandschmuck aus dem Besitz der Erzherzoginnen Maria Christierna und Leonora, Töchter Erzherzog Karls von Innerösterreich, oder Hüte – entworfen von Adele List – die Vielfalt modischer Details.

 

Die Auswahl der gezeigten Stücke geht bis in die 1950er Jahre des 20. Jahrhunderts und somit bis zum großen Erfolg einer Mode für die Massen. Die Objekte aus den letzten Jahrzehnten zeigen, dass Gewand heute kaum mehr mit dem zu vergleichen ist, was es noch vor 100 Jahren bedeutet hat.

Dress Code – Kleidung und ihre Regeln

 

Neben dem Wandel von Mode thematisiert die Ausstellung auch deren Gebrauch und die damit verbundenen Regeln. Der Ausstellungstitel „DRESS CODE“ veranschaulicht bereits auf eindringliche Art und Weise, wie sehr Gewand in den vergangenen Jahrhunderten bestimmten Codes unterworfen war. Zwar ist es heute ein Gemeinplatz, dass Kleidung einen großen Teil der Persönlichkeit und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bestimmt, gleichzeitig lässt sich aber auch nicht bestreiten, dass sich die Veränderung dieser Öffentlichkeit eben in der Entwicklung der Kleidungsformen abbildet und somit ablesbar wird; so wie es ebenfalls faszinierend ist, zu beobachten, wie sich Codes ändern, was die Regeln bedeuten und wie selbstverständlich sie Generationen verbinden.

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
F +43-316/8017-9849
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

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