"Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf!"

30 Jahre danach

01.11.2008-30.01.2009



 Im Herbst 2008 jährt sich der 30. Jahrestag der Volksabstimmung über die friedliche Nutzung der Kernenergie in Österreich und die Inbetriebnahme des Kraftwerkes Zwentendorf. Zu diesem Anlass planen das „Büro der Erinnerungen" und „Clio - Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit" im Vorfeld dieses Jahrestages eine fotografische und literarisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vorgeschichte, Geschichte und Nachgeschichte der Anti-AKW-Bewegung und der Volksabstimmung über die Nutzung der Kernenergie.


Die erste Volksabstimmung der Zweiten Republik am 5. November 1978 über die friedliche Nutzung der Atomenergie in Österreich und die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf, die ein knappes Nein zur Atomenergie brachte, war der überraschende Höhe- und gleichzeitig Endpunkt der Atomenergiedebatte in Österreich. Überraschend war vor allem, dass sich eine nichtinstitutionalisierte Bewegung - der Zusammenschluss von Anti-Atomkraft-Initiativen unterschiedlicher gesellschaftlicher
Gruppen - gegen etablierte politische Institutionen durchsetzen konnte.


Die Ausstellung „Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf!" präsentiert erstmalig eine umfangreiche Auswahl von zeitgenössischen bislang unpublizierten Fotografien der österreichischen Anti-Atom-Bewegung einer breiten Öffentlichkeit. Die aus den Jahren 1976 bis 1979 stammenden Fotografien aus privaten Archiven, dokumentieren Aktivitäten wie Demonstrationen, Kundgebungen und Feste von „innen" aus der Sicht der Anti-AKW-AktivistInnen. Dieses zeitgeschichtlich wertvolle Bildmaterial wird in der Ausstellung ergänzt durch verschiedene Exponate (v. a. diverse Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Flugblätter ...).


Zur Ausstellung wird es ein Begleitbuch geben, in dem einerseits die Fotografien wiedergegeben werden, andererseits Beiträge von ehemaligen AktivistInnen u. a. diese ergänzen. So wurden bereits ehemalige AktivistInnen aufgerufen, ihre Aktivitäten von damals schriftlich zu dokumentieren bzw. zu reflektieren. Dazu kommen zeitgenössische Beiträge, und solche, die für das Projekt neu geschrieben werden und wurden, die die österreichische Anti-Atom-Bewegung kritisch - und manchmal auch nostalgisch - aus der subjektiven Sicht der Beteiligten beschreiben.

 

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei!

 

Links:

www.akustische-chronik.at
www.galerien.mediathek.at

 

 

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
F +43-316/8017-9849
geschichte@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

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