Oliver Klimpel

Objekte und Interventionen

Bildinformationen

Ort

Kunsthaus Graz, Foyer

Alle anzeigen

Über das
Projekt

Klimpel arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design und hat für das Kunsthaus eine Reihe von Objekten und permanenten innenarchitektonischen Interventionen erarbeitet.


Über den Katzenbaum

Ein Katzenbaum für die Kunst ist der Name der zentralen Skulptur im Foyer. Anders als eine traditionelle Skulptur erlaubt diese das Ausstellen und Präsentieren im Eingangsbereich des Kunsthauses: ein vertikaler Raum, der von anderen Kunstwerken, Objekten, Geschichten und Installationen bewohnt wird.

„Farbiges Glas / Zerstört den Hass“ schrieb der Autor Paul Scheerbart für den Architekten Bruno Taut und dessen Glass-Pavillon 1914. Die geheimnisvolle, grüne, funkelnde Architektur des „Katzenbaums“ erinnert an die Vielzahl von Zukünften, ihren Darstellungen und Prototypen, von Künstlern, Autoren und Architekten in kühnen Vorschlägen oder (Science-) Fiktionen imaginiert, in Widerstreit und Widerspruch zueinander und zu unseren Zeiten.

Über Oliver Klimpel

Weitere Kunstprojekte

Bildinformationen

The Fires of Yesterday, 2017/18

Restaurierung und Redesign von mobilen Barelementen, Pult, Tresen,
Mehrfarbig lackiertes und poliertes MDF, diverse Materialien

The Fires of Yesterday heißen die mobilen Funktionsmöbel des Kunsthauses für Veranstaltungen und Empfänge. Was passiert, wenn der revolutionäre und transformative Geist des russischen konstruktivistischen Malers Nikolai Michailowitsch Suetin als praktisches Gebrauchsmobiliar in einem zeitgenössischen Kunstraum Einzug hält?

Können diese Möbel – weiß, mit grafischen Referenzen auf Suetin – gar einen Funken des Wandels in unserer Gesellschaft und im Bewusstsein auslösen, so wie es die Konstruktivisten zu Beginn des letzten Jahrhunderts glaubten?

Bildinformationen

Museums-Shop, 2018

Der Kunsthaus-Shop wurde in sensiblem Bezug zur offenen Architektur des Gebäudes neu gestaltet, mit einer wieder geöffneten Blickachse zur Kosakengasse und einem Dialog zwischen den verschiedenen Innen- und Außenzonen.

Im Shop werden tonfarbene Display-Objekte für die Präsentation von Produkten aller Art mit niedrigen Sockeln und hohen Regalbereichen kombiniert. So entsteht eine flache Landschaft mit weiten Blickbeziehungen. Auch durch die Integration der Plexiglas-Regale, die vom Künstler Vito Acconci 1992 für den Documenta-IX-Buchladen von Walther König entworfen worden waren, widmet sich die Shop-Architektur in unterschiedlichen Materialien und Farben dem Zeigen und der Präsentation - in den Künsten ebenso wie im Handel. 

Bildinformationen

K.H.G. / Kunsthaus-Läufer, 2018-19

Oliver Klimpel entwarf eine siebenteilige Teppichserie, deren Teile sich in den unterschiedlichen Bereichen des Kunsthauses befinden.

Jeder Läufer drückt eine andere fiktive grafische Erzählung des Kunsthauses durch ein Logo bzw. in der Kunst, von polynesisch beeinflusstem Jugenstil zu Webmustern weiblicher Modernisten, von frühmoderner abstrahiert-geometrischer Schriftgestaltung zu einem Gonzo-Maskottchen der Subkultur: Alle beinhalten das Kunsthaus-Akronym "K.H.G.".