Im Rahmen des Big Draw 2016 lud das Studio ASYNCHROME die Besucher*innen ins Labor narration:lab im Kunsthaus Graz ein, Zeichnen als aktive Denk- und Handlungsmethode zu erleben. Im Mittelpunkt stand dabei nicht das fertige Bild, sondern der Prozess: Zeichnen wurde als Mittel verstanden, um Gedanken sichtbar zu machen, fiktive Grenzen zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen.
Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen entstanden offene Kombinationen aus Bild und Text, die der individuellen Übersetzung von Ideen, Fragen und Vorstellungen Raum gaben. In diesem kollektiven Arbeitsprozess entwickelte sich ein gezeichneter Dialog, der Utopien verhandelte und dazu einlud, jenseits festgelegter ästhetischer Kategorien über mögliche Zukünfte nachzudenken.
Das Projekt knüpfte damit an die Rolle des Kunsthaus Graz als Ort des Austauschs, des Experimentierens und der aktiven Beteiligung an. Zeichnen wurde hier zum verbindenden Werkzeug zwischen Kunst, Denken und gesellschaftlicher Imagination – und zum Ausgangspunkt für ein gemeinsames Nachdenken über das Leben von morgen.