Im Jahr 2021 richtete Elke Auer ihren Blick auf die Toiletten-Beschriftungen im Kunsthaus Graz und nutzte diese alltäglichen, oft unbewusst wahrgenommenen Räume für künstlerische Interventionen. Mit humorvollen, kritischen und pointierten Kommentaren hinterfragte sie auf künstlerisch-interventionistische Weise klassische Geschlechterbilder und die starre Trennung von „männlich“ und „weiblich“.
Die Arbeiten von Auer wurden im Rahmen der STEIERMARK SCHAU präsentiert, die zivilgesellschaftliche sowie künstlerische Aktivismen und Bewegungen in den Mittelpunkt stellt – all jene Initiativen, die gesellschaftliche Veränderungen anstoßen und langfristig in die Zukunft wirken. Mit ihrer Arbeit verknüpft Auer das Kunsthaus Graz als Ausstellungsort von zeitgenössischer Kunst mit Fragen nach gesellschaftlicher Normierung, Geschlechterrollen und der Wirkung von Kunst im öffentlichen und institutionellen Raum.
So werden selbst vermeintlich alltägliche Orte wie Toiletten zu Bühnen für künstlerische Reflexion, die Besucher*innen anregen, über gewohnte Strukturen hinauszudenken und den Blick auf gesellschaftliche Dynamiken zu schärfen.