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Kunsthaus Graz > Ausstellungen > Space Race
Bildinformationen
Laufzeit
11.12.2026 - 30.05.2027
Eröffnung
10.12.2026 18:00
Ort
Kunsthaus Graz, Space02
Kuratiert von
Andreja Hribernik
Co-Kuratiert von
Katrin Bucher Trantow, Katia Huemer
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Outer Spaces impliziert eine Reise jenseits des Bekannten und Akzeptierten. Der Jahresprogrammschwerpunkt des Kunsthauses zeigt künstlerische Positionen, die sich an die (kritische) Erforschung wissenschaftlicher, philosophischer und interdisziplinärer Konzepte von (Welt-)Raum, Zeit und menschlicher Wahrnehmung wagen.
Der Weltraum – als ein Raum, der sich jenseits unseres Begreifens und unseres Wissens erstreckt –, ist nach wie vor eines der zentralen Interessen menschlicher Forschung und beflügelt seit jeher unsere Vorstellungskraft. Es gibt kaum eine Kultur, die keine besondere Beziehung zum Universum und zu den Sternen entwickelt hat. Wissenschaft, Mythologien und Religionen wurden von der Beobachtung des Himmels und von Vorstellungen über den Kosmos inspiriert. Es scheint, dass der Weltraum auch heute noch als Katalysator für Fantasie und Fiktion, aber auch – vehementer denn je – für Macht und Dominanz dient.
Die Gruppenausstellung Space Race erforscht Ideen zur Konstruktion, Untersuchung und Wahrnehmung des Universums. Diese Ideen werden oft durch minimalistische und konzeptuelle Kunstpraktiken untersucht, die einen wichtigen Ausgangspunkt für die Betrachtung dafür bieten, wie „Räume“ – ganz generell – immer auch sozial, politisch und wirtschaftlich konstruiert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Untersuchung der sozialen Implikationen von „Raum“: die Vorstellung, dass jeglicher Raum schon immer Gegenstand von Eigentumsverhältnissen war. Ursprüngliche Vorstellungen, wonach der Weltraum kollektivem Eigentum unterliege und für nichtmilitärische Zwecke genutzt werde, bröckeln gerade rasant. Da die Ressourcen auf der Erde immer knapper werden, werden neue Weltraumprogramme nicht nur von menschlicher Neugier, sondern auch vom Wunsch angetrieben, Zugriff auf neue Gebiete und Ressourcen zu erlangen. Der ultimative Wettlauf um die Macht im Weltraum ist bereits in vollem Gange.
Das Kunsthaus Graz entwickelte für das Jahr 2027 ein Programm, das sich um das Konzept des Raums dreht und wird nachzeichnen, wie sich unsere Wahrnehmung und unser Verständnis von Raum verändert haben – von der Betrachtung des Raums als Bühne hin zur Anerkennung des Raums als Prozess –, partizipativ und dynamisch. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Physik und dem Institut für Philosophie der Universität Graz werden wir einen interdisziplinären Ansatz verfolgen, um zu untersuchen, wie Ideen aus Physik, Philosophie, Kunst und Theorie unser Verständnis von Raum widerspiegeln, bereichern und vertiefen können, wie sie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen im Zusammenhang mit der Erforschung des Raums kritisch reflektieren und gleichzeitig unsere Vorstellungskraft bereichern.
Kooperation mit
Universität Graz
Institut für Physik und Institut für Philosophie