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15.03.2021

Andauernd

Andauernd

Vermittlungsarbeit dokumentieren

Die Praxis der Vermittlung ist gleichermaßen komplex wie ephemer. Sie entspringt umfassenden Überlegungen und Erfahrungen mit Themen und Besucher*innen, verfolgt verschiedene institutionelle und individuelle Zielsetzungen, bedient sich eines breiten methodischen Spektrums und entwickelt sich im Verlauf oftmals auf eine Weise, die nicht im Detail vorhersehbar und planbar ist. Doch was bleibt von diesem komplexen Prozess?

30.11. - 01.12.2020

Daten im Raum

Daten im Raum

Visualisierungen als Formen des Argumentierens in Ausstellungen

In einer Gesellschaft, die in allen denkbaren Bereichen immer größere Datenmengen produziert, gewinnen Informationsgrafiken und andere Formen der Visualisierung an Bedeutung – auch in Ausstellungen und Museen. Egal ob es um die Darstellung von globalen Migrationsbewegungen, Klimaveränderungen, technischen Produktionsketten oder künstlerischen Beziehungsnetzwerken geht – Diagramme, Bildstatistiken, Karten und andere Formate ermöglichen die Darstellung komplexer Sachverhalte, die über Objekte allein nicht erzählt werden können. Das Spektrum der Anwendungen in Museen reicht dabei vom punktuellen Einsatz von Informationsgrafiken, die Kontextinformationen zu einzelnen Objekten vermitteln, über raumbildende Anordnungen bis hin zu Ausstellungen, die sich vom Originalobjekt ganz verabschiedet haben und Inhalte nur mehr über Informationsdesign erzählen.

13.11.2020

Humboldt Forum

Humboldt Forum

Struktur und Inhalt – zum Stand der Dinge

Franziska Sauerbrey, Leiterin der Stabsstelle für Strategie, Koordination und Internationales, hat sich bereit erklärt einen Einblick in den aktuellen Planungsstand und die bevorstehende Eröffnung des Humboldt Forums zu gewähren, die in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen wird. Sie wird über die besondere Struktur dieses neuen Kulturortes für Deutschland sprechen, das Zusammenwirken der beteiligten Akteur*innen, die zentralen inhaltlichen Anliegen sowie die verschiedenen Eröffnungsphasen. 

19.10. - 20.10.2020

Religion im Museum

Religion im Museum

Kulturelles Handeln moderieren

Religion ist auf die Bühne des öffentlichen Diskurses zurückgekehrt. Das gilt auch für Museen und Ausstellungen. In den letzten Jahren lässt sich eine erhebliche Diversifizierung und Öffnung des Themas feststellen. Museen scheinen sich im Umgang mit Religion immer stärker als Orte der Begegnung und der diskursiven Auseinandersetzung zu verstehen. Zugleich erweitert sich die Perspektive auf Religion – als gelebte Praxis und kulturelles Handeln, aber auch als Konfliktfeld.

17.09. - 18.09.2020

Kuratieren und Vermitteln

Kuratieren und Vermitteln

Modelle des vernetzten Arbeitens

Der Wandel gesellschaftlicher Funktionen des Museums stößt auch strukturelle Veränderungsprozesse im Inneren an. Einer davon ist die zunehmende Orientierung des kuratorischen Feldes hin zum Pädagogischen, womit auch gängige Trennlinien zwischen Kuratorinnen/Kuratoren sowie Kunst- und Kulturvermittlerinnen/-vermittlern in Bewegung geraten.

19.06.2020

Was haben wir im Homeoffice für unsere digitale Museumspraxis gelernt?

Was haben wir im Homeoffice für unsere digitale Museumspraxis gelernt?

Interaktiver Erfahrungsaustausch mit Sabine Jank

Allerorten konnten wir in den letzten Wochen und Monaten beobachten, dass Museen angesichts von Covid-19 vermehrt digitale Angebote machten, mit Formaten experimentierten und Wege fanden, mit ihrem Publikum in Kontakt zu bleiben. Doch nicht nur die digitalen Angebote, auch die Abläufe dahinter waren anders als sonst. Viele Museumspraktiker/innen haben ihre Arbeit in den letzten Wochen und Monaten von zu Hause aus gemacht. War diese Situation einerseits von Prekaritätserfahrungen begleitet und zuweilen von schwierigen bis skurrilen Arbeitssettings geprägt, so öffnete sich andererseits eine ungeahnte Möglichkeit, neue Arbeitserfahrungen zu machen.

08.05.2020

Öffnung für User*innen

Öffnung für User*innen

Crowd- und Community-Sourcing im Museum

Das Internet ermöglicht eine Vielfalt an Praktiken wie offenes Teilen, soziales Aushandeln, kreatives Remixen und dezentrale Zusammenarbeit, die auch ein integraler Bestandteil partizipativer Museumspraxis sind. Es liegt nahe, beides zusammenzudenken und digitale und partizipative Museumsprojekte zu entwickeln. Dabei steht die Öffnung für User*innen, ihre Perspektiven, Bedürfnisse, Mobilisierung und Beteiligung im Mittelpunkt des Interesses, was oftmals unter dem Begriff „Community-Building“ zusammengefasst wird.

07.05. - 08.05.2020

Bella figura?

Bella figura?

Kulturinstitutionen in Milano (ABGESAGT)

Milano ist eine der führenden Kultur- und Medienmetropolen Italiens, ist Universitätsstadt und internationaler Finanzplatz. Die zweitgrößte Stadt des Landes gilt als hip – und gibt in zeitgenössischer Architektur, Mode und Design internationale Standards vor. Italien und seine Städte oszillieren jedoch in unserer Wahrnehmung immer noch im Spannungsfeld von immensem Kulturerbe und krisenhafter ökonomischer und politischer Gegenwart. Neben dem einerseits starken Bekenntnis zu traditionellen Kulturinstitutionen steht andererseits das große Bedürfnis nach zukunftsgerichteter Erneuerung. Wie schafft Milano den Spagat – zwischen angesagten Vorzeigeprojekten und Leerständen, Krise und Hochkultur, Overtourism und Verbeugung vor dem Erbe?

07.04. - 09.04.2020

London

London

Stadt in Verhandlung (ABGESAGT)

Architektur und Wohnen, Verkehr und öffentlicher Raum, Ökologie und Migration gehören gegenwärtig zu den zentralen Themen der Stadt. Dies gilt auch für London, energiegeladene und größte europäische Metropole. Mit Blick auf unser Interessensfeld manifestiert sich die dynamische Entwicklung Londons sowohl in der Schaffung neuer musealer und Kulturräume als auch in der Art und Weise, wie in diesen Stadt und städtische Themen gesammelt, ausgestellt und vermittelt werden.

12.03. - 13.03.2020

Das queere Museum

Das queere Museum

Interventionen ins kollektive Gedächtnis

Museen genießen hohe Glaubwürdigkeit: Ihnen wird das Potenzial zugeschrieben, Werte wie Vielfalt, Teilhabe und Offenheit in einer Gesellschaft zu stärken. Historisch allerdings treten Museen eher als Repräsentanten normativer Werte hervor. Sammlungen und Ausstellungen spiegeln in aller Regel patriarchale, binäre und heterosexuelle Geschlechterordnungen. Was aber ist mit Lebensweisen und Identitätskonstruktionen jenseits dieser ,heterosexuellen Matrix‘? Wenn Museen tendenziell heteronormative Bilder zeichnen, stellt sich die Frage nach Gegenentwürfen!

21.11. - 22.11.2019

Museumsaufsicht innovativ?

Museumsaufsicht innovativ?

Konzepte für die Kontaktzone

Wo früher „Saalwärter“ und „Aufseherinnen“ wertvolle Objekte bewachten und für Sicherheit und Ordnung sorgten, sieht ein modernes Museumsbild Mitarbeitende aus dem Besucher/innenservice als „Visitenkarte ihrer Institution“: Ob festangestellt oder outgesourct – sie sind die ersten Ansprechpersonen und in vielen Fällen die einzigen Repräsentant/innen des Museums im unmittelbaren Publikumskontakt.

17.10. - 18.10.2019

Museum ohne Schließzeiten

Museum ohne Schließzeiten

Projekte für ein digitales Publikum

Die Erweiterung des Museums ins Netz ist eine der fundamentalsten Veränderungen, die die Institution aktuell durchläuft. Als Leitbegriff der digitalen Öffnung fungiert die Publikumsorientierung – einerseits, um neue Gruppen zum Museumsbesuch zu motivieren, andererseits aber auch, um Menschen online zu interessieren und einzuladen, sich von unterwegs oder zu Hause aus mit den Inhalten des Museums auseinanderzusetzen. Letzteres mit steigender Tendenz: Längst gibt es eine Statistik monatlicher „Klicks“ im Museum ohne Schließzeiten.

26.09. - 27.09.2019

Unbequeme Zeiten

Unbequeme Zeiten

Politisches Handeln im Museum

Die Verbindung von öffentlich finanzierten Kulturinstitutionen mit der Politik ist von einer grundlegenden Spannung gekennzeichnet: Auf der einen Seite stehen wechselnde politische Verantwortliche, die mit ihrem Handeln den Programmen, Prinzipien und Wertehaltungen ihrer Parteien sowie ggf. eigenen Interessen und Schwerpunkten folgen. Je nachdem werden Forderungen formuliert bzw. wird über die Vergabe von Geldern und Positionen entschieden. Auf der anderen Seite stehen die Akteurinnen und Akteure in Kultureinrichtungen, die sich den institutionellen Traditionen, ihren jeweiligen Szenen und Scientific Communities sowie dem Publikum verpflichtet fühlen, ihre Programme aber auch gegenüber den Trägerinstanzen und politischen Gremien erklären müssen. 

26.08. - 29.08.2019

Exkursion: Krakau, Auschwitz

Exkursion: Krakau, Auschwitz

Zwischen Gedenkkultur & Massentourismus

Der umfangreiche Lagerkomplex von Auschwitz, in dem zwischen 1940 und 1945 bis zu anderthalb Millionen Menschen ermordet wurden, ist weltweit zum Symbol für den Holocaust geworden. Heute sind die Reste der Lager in einer staatlichen Gedenkstätte zusammengefasst und öffentlich zugänglich: Museum und Friedhof, internationale Begegnungsstätte und Forschungszentrum, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes (1979). Wir widmen uns in einer dreitägigen Tour den Spuren des jüdischen Kraków und der Erinnerung an den Holocaust in der Schindler-Fabrik, auf dem Gelände des Lagers Plaszow und vor allem in der der Gedenkstätte „Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau“.

13.06. - 14.06.2019

Über den Tellerrand

Über den Tellerrand

Gesellschaftsgeschichtliche Museen anderswo

In den letzten Jahren wurden viele Stadt-, Landes- und Nationalmuseen einer Erneuerung unterzogen, mit Folgen für die institutionelle Identität, die Sammlungskonzepte und die Programme für das Publikum. Sichtbar wird diese Reorganisation der gesellschaftsgeschichtlichen Museen nicht zuletzt in zeitgemäßen Dauerausstellungen bzw. Sammlungspräsentationen, die unterschiedlichen Tendenzen folgen: von chronologischen Durcherzählungen mit „eingehängten“ Exkursen zu Spezialthemen über Partialerzählungen, die von assoziativ angeordneten Einzelexponaten ausgehen, bis hin zu materialreichen Objektpräsentationen à la Schaudepot.

16.05. - 17.05.2019

Die Wörter und die Dinge

Die Wörter und die Dinge

Über das Machen von Literaturausstellungen

Kaum ein Feld innerhalb der musealen Praxis hat sich in den letzten Jahrzehnten so grundlegend verändert wie das Ausstellen von Literatur. Das Aufbrechen eines autorzentrierten Literaturbegriffs führte dazu, dass die lange wirksame Formel von „Leben und Werk“ an Attraktivität verlor – und damit auch ein Personenkult, der nicht zuletzt über die Auratisierung von authentischen Objekten, Wohn- oder Arbeitsstätten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern funktioniert hatte.

08.04. - 09.04.2019

Ordnungen der Bilder

Ordnungen der Bilder

Fotoalben und (museale) Praktiken

Unsere veränderten Bildpraktiken lassen das Fotoalbum – als physisches Objekt – heute bereits historisch erscheinen. Vielleicht auch deshalb ist ein wachsendes Interesse an seinem Wert als Quelle und Material zu verzeichnen, vor allem vonseiten der Kultur- und Geschichtswissenschaften. In neueren Zugängen stehen nicht mehr nur die Bilder selbst im Vordergrund. Vielmehr rückt das Album als Ordnungsform und narratives Format immer mehr in den Fokus. Denn Fotoalben bergen das Potenzial in sich, mehr zu erzählen als die Summe ihrer Teile. 

21.03. - 22.03.2019

Museum am Puls der Zeit

Museum am Puls der Zeit

Gegenwartsbezug als Imperativ?

Historisch betrachtet ist die Rolle des Museums als Ort der Orientierung und Meinungsbildung unbestritten. Schon in seiner frühen Phase unterstützte es sein Publikum dabei, Erfahrungen des Alltags einzuordnen, Entwicklungen der unmittelbaren Gegenwart zu bewerten und Neuigkeiten in ein Ordnungssystem einzubetten. Auch die heutige Museumslandschaft bietet eine Vielzahl von Aktualitätsbezügen. Daraus spricht der Wunsch der Programmverantwortlichen, sich mit den Mitteln der Institution aktuellen Themen zu stellen, das Museum als Diskursort zu positionieren und sein Publikum zu ermächtigen, Annahmen und Argumente zu reflektieren. 

06.12. - 07.12.2018

Gedächtnis aus Plastik

Gedächtnis aus Plastik

Kunststoff sammeln

Kunststoffgegenstände sind spätestens seit den 1950er-Jahren kaum mehr aus dem alltäglichen Leben wegzudenken. In kunst- und kulturgeschichtlichen oder auch volkskundlichen Ausstellungen gehören sie ebenfalls längst zum Museumsalltag. Wer aber Alltagskultur des 20. und 21. Jahrhunderts nicht nur ausstellen, sondern auch bewahren möchte, muss Kunststoff letztlich aktiv und planvoll sammeln. Wie aber wählt man aus der schier unendlich scheinenden Masse von Kunststoffgegenständen sammlungswürdige Exemplare aus?

08.11. - 09.11.2018

Diversify your audience!

Diversify your audience!

Besuche beforschen, Museen entwickeln

Publikumsorientierung braucht Wissen über Besucher/innen und ihre Wahrnehmungsweisen. Wie aber können Museen die heterogenen Ansichten von Besuchenden kennenlernen und ihr Profil diversifizieren? Gemeinsam mit internationalen Referierenden diskutieren wir, inwiefern empirisch basierte Forschungsmethoden grundlegend für die konzeptionelle Publikumsorientierung eines Museums sind und wie diese mit Strategien der (kritischen) Partizipation und Überlegungen zum Outreach verbunden sind.

Kontakt

Museumsakademie Joanneum

Sackstraße 16, 8010 Graz (AT)

museumsakademie@museum-joanneum.at
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