Der Name "Joanneum"

Der Name Johann geht auf das hebräische יוחנן (Jochanan) zurück, im Lateinischen hat dieser Eigenname die Formen „Johannes“, „Joannes“, „Iohannes“ oder „Ioannes“. Die letztgenannte Variante ist antik, die anderen Varianten kamen später auf. „Ioannes“ entspricht dem griechischen ΙΩΑΝΝΗΣ (= Ioannes).

 

Am Eingangsportal des Museumsgebäudes Raubergasse 10 wurde im Jahr 1811 der Name IOANNEUM angebracht, der auf die antike Version des Eigennamens zurückgeht. IOANNEUM könnte man analog zu Begriffen wie griech. Museion (lat. Museum, dt. Gebäude und Lehrstätte der Musen) oder griech. Lykeion (lat. Lyceum, dt. Gebäude und Lehrstätte des Apollon Lykeios) als „Gebäude und Lehrstätte des Johann“ übersetzen.

 

In den ersten Jahrzehnten des Joanneums findet sich neben der Bezeichnung „Joanneum“ auch die Variante „Johanneum“. Dabei wurde dem Gebäudenamen die spätere Version des Eigennamens zugrundegelegt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich allerdings die Variante „Joanneum“ durchgesetzt.

 

Die Wappen am Portal unter dem Schriftzug IOANNEVM hat der Grazer Bildhauer (und Scharfrichter) Leopold Zeillinger gefertigt. Es handelt sich dabei um die Wappen der Verordneten im Steiermärkischen Landtag, die 1811 auch im Bauausschuss vertreten waren: 
v.l.n.r. Caspar Andreas von Jacomini, Ignaz Maria Graf Attems, Gotthard Kuglmayr OSB, Abt von Admont, LH Ferdinand Maria Graf Attems (Mitte), Cajetan Graf Wildenstein, Johann Ritter von Kalchberg, Stadt-/ Landeswappen

Universalmuseum Joanneum

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