© Manfred Fichtinger

11. April 2019 / Elisabeth Eder

5 Fragen an… Boris Bukowski

Museum für Geschichte

Austropop-Legende Boris Bukowski führt am 26. April durch die Ausstellung „POP 1900–2000. Populäre Musik in der Steiermark“ im Museum für Geschichte und lädt anschließend zum Konzert „Bukowski privat. Die schrägsten Stories, die besten Songs“. Im Kurzinterview erzählt der gebürtige Steirer von seinem Bezug zur steirischen Popmusik und verrät, wer für ihn der größte Popstar aller Zeiten ist.

1) Am 26. April führen Sie durch die Ausstellung „POP 1900–2000. Populäre Musik in der Steiermark“. Beim anschließenden Konzert lautet das Motto: „Bukowski privat. Die schrägsten Stories, die besten Songs“. Wollen Sie uns eine dieser schrägen Stories jetzt schon verraten?
Boris Bukowski: Die meisten Stories, die ich erzähle, sind aus meinem Anekdotenbuch „Unter bunten Hunden“. Etwa: Das Angebot von Konstantin Wecker, als er draufkam, dass er mir (wohl unbewusst) einige Zeilen meines „Kokain“-Textes gestohlen hat.

2) Was dürfen sich die Besucher/innen von der Führung mit Ihnen erwarten?
Boris Bukowski: Da ich in Wien wohne, habe ich die Ausstellung noch nicht gesehen. Ich freue mich auf Fotos von Ereignissen, zu denen ich meine Erlebnisse beisteuern kann. Ich war zwar als Zeitzeuge auch mittendrin in der Entwicklung einer neuen Gesellschaft, aber sogar die wichtigsten Mitgestalter dieser neuen Ära haben ja nicht etwa beschlossen: „Jetzt gestalten wir die historische Zeit der 68er“, sondern diese 68er sind wohl eher durch „Schwarmenergie“ entstanden. Dass das alles sehr lustig und unbeschwert passiert ist, kann ich vielleicht durch einige Anekdoten schildern.

3) Welchen Stellenwert hat Pop in der Geschichte der Steiermark Ihrer Meinung nach?
Boris Bukowski: Als historisches Material zur Entstehung der zeitgenössischen (Jugend-)Kultur ist Pop unter anderem auch ein wertvoller Beitrag zum Verständnis des gravierenden Wandels der Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.

4) Von welchem steirischen Popstar oder welcher steirischen Band sind Sie ein Fan?
Boris Bukowski:
 Ich schätze sehr viele meiner steirischen Kollegen; mit einigen habe ich auch zusammen Songs geschrieben, etwa mit Thomas Spitzer (EAV) oder meinen Freunden von STS, Schiffkowitz und Gert Steinbäcker.

5) Welche Musik hören Sie privat?
Boris Bukowski: Ich bin kein großer Nostalgiker. Vorgestern hab ich mir aufmerksam angehört, was vorgestern produziert wurde; heute höre ich mir gerne das Interessante von heute an. Darüber hinaus gibt’s natürlich Musik, die man auch nach Jahren oft und gerne hört. Also: entweder das Heißeste von heute oder zeitlose Meilensteine. Für mich der größte Popstar aller Zeiten: Mozart.

c Manfred Fichtinger

Nähere Informationen zur Führung und zum Konzert

Führung:
POP 1900–2000. Populäre Musik in der Steiermark Expertenführung mit Boris Bukowski 
26.04.2019, 19:00–20:00 Uhr
Treffpunkt: Museum für Geschichte
Anmeldung: +43-316/8017-9780 oder theresia.loebl@museum-joanneum.at

Konzert:
Bukowski privat. Die schrägsten Stories, die besten Songs 
26.04.2019, 20:30–22:30 Uhr
Treffpunkt: Museum für Geschichte
Kosten: 20 €
Eintrittskarten Tickets erhalten Sie an der Museumskasse oder unter: theresia.loebl@museum-joanneum.at

Kategorie: Museum für Geschichte
Schlagworte: Interview


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