Krampus. Das gezähmte Böse

Sonderausstellung im Volkskundemuseum

20.11.2009-10.01.2010 10:00-17:00


Eröffnung: 19. November 2009, 19:00 Uhr

Was hat die gehörnte Gestalt eines Teufels - halb Mensch, halb Bock - mit Fell, langer Zunge und funkelnden Augen eigentlich in der besinnlichen Zeit vor Weihnachten verloren? Seit einigen Jahren erleben Darstellungen diabolischer Schreckensgestalten eine erstaunliche Renaissance in organisierten Krampusumzügen mit ihrer martialischen Mischung aus Horrorgestalten, Rockevent und Pyrotechnik-Show. Gleichzeitig soll der Krampus aus der Adventspädagogik verbannt werden, um Kinder vor seelischen Erschütterungen durch den leibhaftigen Unhold zu schützen.


Der Krampus gehört zu den faszinierendsten Gestalten des österreichischen Brauchlebens. Anhand der umfangreichen Sammlung der Grazer Familie Wabitsch deckt die Ausstellung die Rolle des finsteren Gesellen als Antipode des heiligen Nikolaus auf und zeichnet seine wechselvolle Geschichte vom schillernden Abbild des Bösen zum harmlosen Kettenrassler und erotischen Spitzbuben nach.


Die Sammlung vereint Krampusfiguren aus mehr als einem Jahrhundert, die als Präsente, Bonbonnieren, Gebrauchskunst oder Dekorationsstücke das Bild des teuflischen Gesellen geprägt haben und eine eindrucksvolle Facette einer Alltagsgeschichte des Bösen repräsentieren.


 

Volkskundemuseum

Paulustorgasse 11-13a
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9900
volkskunde@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
03. April bis 06. Jänner 2020 Mi-So, Feiertag 14 - 18 Uhr


Führungen für Gruppen und Schulklassen
Di-Fr von 03. April 2019 bis 06. Jänner 2020 auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung

 

10. Juni
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1. Jänner 2020