Cantando Admont

Matineé im Rahmen der Ausstellung „Analytische Schönheit. Blumenbilder aus 200 Jahren“

27.06.2026

Bildinformationen

Datum

27.06.2026

Uhrzeit

11:00

Ort

Joanneumsviertel, Joanneumsviertelplatz

Treffpunkt

Joanneumsviertel

Kosten

Eintritt frei!

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Über die
Veranstaltung

Von taktiler Behutsamkeit bis zum jähen Dornenstich nähert sich Cantando Admont mit einem Repertoire aus 600 Jahren Musikgeschichte den Blüten der Ausstellung und findet dort Sinnbilder unseres zyklischen Lebens. Den Auftakt bildet Orlando di Lassos geheimnisvoller Zyklus Prophetiae Sibyllarum: Stimmen antiker Seherinnen, die sich wie florale Ornamente umeinander ranken.

 

Der zweite Raum führt in das Hohelied Salomons, wo Blumen von der Liebe schwärmen, und zu Johannes Ciconias Le ray au soleil, in dem die Sonne als Ursprung allen Blühens erstrahlt.

 

Der dritte Raum sucht den Kontrast: Dort wird der Mond zum Symbol nächtlicher Natur und ständiger Verwandlung. Dämmernde Lichtstimmungen, schattenhafte Metamorphosen und zarte Intimitäten entfalten sich in der Musik von Klaus Lang und Jan Pieterszoon Sweelinck. Von dort führt der Weg weiter zu verwelkenden Blüten, wo Erinnerungen, Klage und Trost in Werken von Younghi Pagh-Paan und Sweelinck nachklingen. Den Abschluss bildet ein Schritt zurück – ein Blick auf die Landschaft, die Heimat des Blühens: Annette Schmuckis jahrringe & bedeutung lauscht dort dem eigentümlichen Klang der Namen steirischer Wiesen und Wälder nach, bevor Antoine Brumels Sicut lilium inter spinas seine Geliebte mit einer zarten Lilie unter den Dornen vergleicht.