Gonflable 6

Hans Kupelwieser, 2002

Seit den 1990er-Jahren beschäftigt sich Kupelwieser mit Skulpturen, die mittels Druckluft entstehen. Er nennt diese Arbeiten Gonflables (frz. gonflable, aufblasbar). Sie bestehen jedoch nicht aus einer leicht verformbaren Kunststofffolie, sondern aus Metall. Dadurch unterläuft er unsere Erwartungshaltung. Die Skulpturen erhalten ihre Form, wenn unter höchstem Luftdruck speziell verschweißte, dünne Alubleche aufgeblasen werden. Das verleiht dem schweren Material eine dynamische Leichtigkeit. Das Resultat ist immer ein anderes und die gebildeten Oberflächenstrukturen unterliegen zu einem großen Teil dem Zufall.

Die Skulptur aus Metall erhält ihre Form, wenn unter höchstem Luftdruck speziell verschweißte, dünne Alubleche aufgeblasen werden. Das verleiht dem schweren Material eine dynamische Leichtigkeit. Das Resultat ist immer ein anderes und die gebildeten Oberflächenstrukturen unterliegen zu einem großen Teil dem Zufall. Die Skulptur aus Metall erhält ihre Form, wenn unter höchstem Luftdruck speziell verschweißte, dünne Alubleche aufgeblasen werden. Das verleiht dem schweren Material eine dynamische Leichtigkeit. Das Resultat ist immer ein anderes und die gebildeten Oberflächenstrukturen unterliegen zu einem großen Teil dem Zufall.

Bildinformationen

Autor*in

Christa Steinle, Kurztext adaptiert von Lisa Schantl und Lukas Sperlich  

Planübersicht

Besitzer*in

Leihgabe des Künstlers

Künstler*innenbiografie

Hans Kupelwieser

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Zum Werk

Mit Beginn der 1990er-Jahre beschäftigt sich Hans Kupelwieser mit pneumatischen Skulpturen, die er Gonflables nennt. Aus einer 1994 entwickelten Serie fand eine der aufgeblasenen Aluminiumskulpturen ihren definitiven Standort im Skulpturenpark.

Der Entstehungsprozess unterliegt einem Zufallsprinzip, da die Skulpturen, wie schon der Titel verrät, ihre Form erhalten, wenn unter höchstem Druck speziell verschweißte dünne Alubleche aufgeblasen werden. Das Resultat ist immer ein anderes, je nach Luftdruck verformen sich die Bleche und bilden verschiedene Oberflächenstrukturen mit Einbuchtungen, Falten und Graten aus. Sie funktionieren als geschlossenes Boden- oder als begehbares Wandobjekt wie in seiner Installation „Blase in die Ecke“, als er 2004 in der Neuen Galerie Graz im Hof des Gebäudes eine Metallblase montierte, die zu schweben schien.

Das von Kupelwieser verwendete Material Aluminium führt zur Reflexion historischer Positionen, wie z. B. Andy Warhols Silver Clouds von 1966, jene mit Helium gefüllten metallisierenden Polyesterfolien, die wie Silberwolken durch den Ausstellungsraum der New Yorker Leo Castelli Gallery flogen oder die pneumatischen Objekte aus transparenten PVC-Hüllen, wie sie von österreichischen Künstlern und Architekten in den 1960er-Jahren wie Hans Hollein, Walter Pichler oder Hausrucker – Co als futuristisches Wohndesign entwickelt wurden.

Doch bei Kupelwieser kommt als entscheidendes Kriterium die Materialtäuschung hinzu. Sein Material ist nicht die mittels Luftbewegung leicht verformbare Kunststofffolie, sondern es handelt sich um ein schwer formbares Metall. Dieses Material simuliert eine Funktion und Fähigkeit, die real scheinbar nicht existieren. Die Verschränkung von Material- und Operationserweiterung zwischen Form und Funktion bilden einen eigenständigen Faden im komplexen Gewebe der zeitgenössischen Skulptur, den Kupelwieser stetig weiterentwickelt.