Trauma Körper. Hannes Schwarz, Walter Pichler und Bruno Gironcoli

Presseführung

11.11.2026

Bildinformationen

Laufzeit

13.11.2026 - 11.04.2027

Eröffnung

12.11.2026 19:00 Uhr

Pressetermin

11.11.2026 11:00 - 12:00 Uhr

Ort des Pressetermins

Neue Galerie Graz

Kuratiert von

Günther Holler-Schuster

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Das künstlerische Werk von Hannes Schwarz steht monolithisch innerhalb der österreichischen Kunstentwicklung nach 1945. Sein vom Trauma des NS-Regimes und des Krieges geprägtes Menschenbild muss heute als Teil der „Postwar“-Diskussion aufgefasst werden. Der Mensch erscheint in seinen Bildern durch die erlebten Schrecknisse traumatisiert bzw. deformiert und von der Frage nach dem Selbstwert zerrissen. Wie kann das neue Bild des Menschen aussehen? Wie ist ein „Ich“ (Sartre) in einer Zeit der Trauer und der psychischen Unordnung neu zu denken? Der Körperdiskurs innerhalb der Kunst nach 1945 bricht mit den pervertierten Vorstellungen des idealen Körpers – Kunst als Katharsis.

 

Das Werk von Hannes Schwarz wird in dieser Ausstellung mit Beispielen von Walter Pichler und Bruno Gironcoli konfrontiert. Auch sie stellen, besonders in ihren Frühwerken, den menschlichen Körper zur Disposition. Überschneidungen, Unterschiede und Ergänzungen der jeweiligen Werke verdichten die existenzialistische Perspektive auf den Körper als Indikator des Traumas.

Bildmaterial

Bruno Gironcoli, OT (Entwurf für ein Projekt)

Walter Pichler, Traum, 1971

Hannes Schwarz, OT (Gefangene Figur), 1966

UMJ/N.Lackner