Bildinformationen
Laufzeit
06.11.2026 - 07.02.2027
Eröffnung
05.11.2026 19:00 Uhr
Pressetermin
04.11.2026 11:00 - 12:00 Uhr
Ort des Pressetermins
Neue Galerie Graz
Kuratiert von
Peter Peer
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Otto Beckmann (1908-1997), Pionier der Computerkunst, entwickelte bereits in seinem Frühwerk erste Gedanken zur künstlerischen Formgebung auf Basis mathematischer Methoden, wobei sein Hauptaugenmerk auf der praktischen Anwendung von Algorithmen lag.
Mitte der 1960er-Jahre entdeckte Beckmann im Kontext einer internationalen Bewegung, die in gleichem Maß von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen gebildet wurde, den Computer als künstlerisches Werkzeug. Noch bevor er mithilfe seines eigenen, speziell für die künstlerische Arbeit konzipierten „Ateliercomputers“ seine charakteristischen Computerplastiken, -grafiken sowie Kurzfilme schuf, kreierte er ab 1966 seine Verbalen Blockmontagen bzw. Wortfiguren, computerbasierte Lyrik, die unter Verwendung von sog. Autopoemen entstand, welche der Sprachwissenschaftler Gerhard Stickel am deutschen Rechenzentrum in Darmstadt quasi als Nebenprodukt seiner dortigen Tätigkeit im Bereich der computergestützten Textverarbeitung generierte.
Die Ausstellung zeigt Beckmanns Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Computers für die bildende Kunst wie für die Dichtung, worin sich formallogische sowie künstlerisch-intuitive Gestaltungsansätze verbinden.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Archiv Otto Beckmann, Wien.
Otto Beckmann vor dem Ateliercomputer
Foto: © Archiv Otto Beckmann
Otto Beckmann, Stille Nacht (Montage aus Autopoem)
Privatbesitz, Foto: © Archiv Otto Beckman
Otto Beckmann, Linz am Binnenmeer. Skulpturenpark im Hafen (Metropolis 2080), um 1980
Neue Galerie Graz, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner © Archiv Otto Beckman
Otto Beckmann, Beschwörer, 1971
Privatbesitz, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner © Archiv Otto Beckman
Otto Beckmann, Texte aus der Rechenanlage (Voruntersuchungen), 1971
Privatbesitz, Foto: © Archiv Otto Beckman