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Pressetermin
22.08.2024 09:00 - 10:00 Uhr
Ort des Pressetermins
Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, Tempelmuseum am Frauenberg, Am Frauenberg 9, 8430 Leibnitz
Treffpunkt
Tempelmuseum am Frauenberg, Am Frauenberg 9, 8430 Leibnitz
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Am Frauenberg in Leibnitz wurden bei archäologischen Grabungen 17 historische Votivstatuetten in Form von stillenden Muttergöttinnen gefunden. Im Zuge der Christianisierung wurden diese Votivgaben ihrer Antlitze beraubt, ihre Köpfe wurden teilweise abgeschlagen.
Mit der Arbeit wERDEN_Frauenberg 2024 setzt sich die Künstlerin Marina Stiegler mit der Abwesenheit dieser Köpfe auseinander. Sie baute im Juli einen Kreis aus Lehmköpfen, die mit Pflanzensamen angereichert eine Verbindung mit der Erde eingehen werden. Es ist eine vergängliche Kunstaktion zum ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens, die als Ehrerbietung an das weibliche Prinzip und die Göttin verstanden werden will.
Lehm ist Bau- und Lebensmaterial. Als Schöpfungsmaterial ist er Bestandteil von Mythen verschiedenster Kulturen. In unseren Breitengraden ist Lehm im Außenbereich ohne Überdachung nicht dauerhaft beständig, kann aber Lebensgrundlage für Neues sein.
In diesem Bewusstsein wird das Kunstwerk mindestens ein Jahr lang der Witterung ausgesetzt und ist am Außenareal des Tempelmuseums ganzjährig zu besuchen. Die Objekte aus Lehm werden sich mit Wind und Wetter verändern. Die Form darf sich mit der Zeit auflösen und Neues kann wERDEN.
Zur Künstlerin
Die bildende Künstlerin, Kunsttherapeutin und Musikerin Marina Stiegler, geboren in Salzburg, lebt und arbeitet in Graz. Sie behandelt in ihren Werken wiederholt prähistorische und mythologische Themen und transferiert diese in unsere Zeit. Die Frau steht im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens.
Die Künstlerin Marina Stiegler, Elisabeth Fiedler, Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, Ursula Pintz, Leiterin des Tempelmuseums Frauenberg, und Bürgermeister der Stadtgemeinde Leibnitz Michael Schumacher stehen Ihnen im Rahmen des Pressetermins am Do., 22. August, 9 Uhr für Fragen zur Verfügung.
Kooperation mit
dem Tempelmuseum Frauenberg und der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik. Mit Unterstützung der Stadtgemeinde Leibnitz.
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