Eva Schlegel. Falling up

Presseführung

21.10.2026

Bildinformationen

Laufzeit

23.10.2026 - 29.03.2027

Eröffnung

22.10.2026 18:00 Uhr

Pressetermin

21.10.2026 11:00 - 12:00 Uhr

Ort des Pressetermins

Kunsthaus Graz, Needle, Space01

Kuratiert von

Katia Huemer

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Die Vielschichtigkeit von Raum eröffnet ein weites Feld der Reflexion, in dem Physik, Philosophie und Kunst zentrale Rollen spielen – Letztere als Medium, das nicht nur beschreibt, sondern erfahrbar macht, wie Raum wirkt und wie wir uns in ihm verorten.

 

Eva Schlegel (geboren 1960 in Hall in Tirol) erforscht seit geraumer Zeit, wie Wahrnehmung und Immaterialität die Beziehung zum Raum prägen. Ihre Praxis umfasst eine Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen wie Skulpturen, Fotografien,  Bildobjekte, Videos und Augmented-Reality-Projekte. Diese Vielfalt ist Ausdruck einer konsequenten Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir Raum nicht nur sehen, sondern auch denken und fühlen. Ihre Werke eröffnen Zwischenräume und heben die scheinbar festen Grenzen des Raums auf. Ein prägnantes Beispiel dafür sind ihre Spiegelarbeiten, die „zugleich das Alte betrachten, aber auch ins Neue schauen“ lassen. Hier wird der Raum zur Bühne, auf der Vergangenheit und Zukunft ineinandergreifen.

 

Der Verlust von Orientierung angesichts weitgreifender globaler Krisen zählt zu den vorherrschenden Erfahrungen der Gegenwart. Die Ausstellung Falling up greift dieses Empfinden auf und setzt ihm eine andere Sichtweise entgegen. Der paradoxe Titel – „nach oben Fallen“ – stellt die Gesetzmäßigkeiten der Schwerkraft infrage und eröffnet die Möglichkeit, den Verlust von Orientierung nicht ausschließlich als Bedrohung, sondern auch als Perspektivwechsel zu begreifen.

 

 

 

 

 

Eva Schlegel, ausgezeichnet mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, zählt sie zu den wichtigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartskunst. Ihre internationale Anerkennung zeigt sich auch in ihrer Rolle bei der Biennale von Venedig: 1995 vertrat sie Österreich mit eigenen Arbeiten, 2011 kuratierte sie den österreichischen Pavillon, den Markus Schinwald künstlerisch bespielte. Von 1997 bis 2006 lehrte sie an der Akademie der bildenden Künste in Wien und gab ihre Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Raum an Studierende weiter.