Michael Gülzow. Das Tor zur Unwirklichkeit

Presseinformation

Bildinformationen

Laufzeit

20.02. - 29.03.2026

Ort

Kunsthaus Graz, Untergeschoß

Kuratiert von

Martin Grabner

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In Michael Gülzows Videoinstallation, die rund um eine neue Drei-Kanal-Videoarbeit aufgebaut ist, wie auch in dem von ihm gestalteten Trailer zur Diagonale ’26, können die Protagonist*innen nicht nur durch die Zeit reisen, sondern wechseln dabei auch mühelos zwischen Nachrichtensendungen, Szenerien des Science-Fiction-Genres und „alternativen Fakten“. Der Künstler löst durch die raffinierte Montage von Found Footage und selbst gedrehtem Material die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf und lässt sie in einen vielschichtigen und humorvollen Dialog treten. Er untersucht kritisch das Spannungsfeld von zeitgenössischer Bildproduktion (mit ihren sich rasant entwickelnden technologischen Möglichkeiten) und der medialen Konstruktion von Wahrheit (mit ihren beängstigenden Strategien der Verführung und Täuschung). Durch die offensichtliche Bearbeitung und Montage in Glitch- und Retro-Ästhetik schafft er keine Illusionen, sondern macht die Mechanismen medialer Manipulation sichtbar und dekonstruiert durch die Selbstermächtigung der Protagonist*innen postfaktische Narrative.


Kooperation mit

Diagonale 2026

Über den Künstler

Michael Gülzow, geboren 1982 in Kiel, hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien Medienkunst und Experimentalfilm bei Constanze Ruhm und Harun Farocki sowie an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Stephan Sachs und Else Gabriel studiert. Sein Spielfilmdebüt, die Mockumentary Der tote Winkel der Wahrnehmung, wurde bei der Diagonale 2025 mit dem Preis für Innovatives Kino ausgezeichnet. Er lebt als Künstler und Filmemacher in Wien.