Daniela Brasil studierte Architektur, Urbanistik und Soziale Skulptur und promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar zu künstlerischen Strategien im öffentlichen Raum.
Sie gestaltet gemeinsame kreative Lernprozesse, die Veränderung ermöglichen und auf der Idee des Inter-seins beruhen, dass alles miteinander verbunden und verwoben ist. Statt von einem Universum auszugehen, öffnet sie den Blick für ein Pluriversum: Es gibt nicht nur eine gültige Welt, sondern viele verschiedene Welten, Perspektiven, Lebens- und Wissensformen sowie Weisen, in Beziehung zu treten. Diese Anliegen setzt sie in künstlerische Formate und räumliche Situationen um, in denen Kunst zu einer Praxis des Zuhörens, Verbindens und Transformierens von Wahrnehmungen wird – sichtbar zuletzt etwa in der von ihr kuratierten Ausstellung Habitat Graz (Graz Museum, 2024) oder in der Arbeit Wenn die Pader regnet: Übungen in Flussfreundschaft, im Auftrag von Der Fluss bin ich. Tatort Paderborn, 2025.