Amazons of Pop!

Künstlerinnen, Superheldinnen, Ikonen, 1961–1973

Bildinformationen

Laufzeit

22.04. - 28.08.2022

Eröffnung

21.04.2022, 19 Uhr

Ort

Kunsthaus Graz

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Über die
Ausstellung

Amazons of Pop! zeigt entlang von inhaltlichen Schwerpunkten (von FLY ME TO THE MOON bis GIVE PEACE A CHANCE!) umfangreich, wie vielschichtig und heterogen der weibliche Beitrag zur Geschichte der Pop-Art ist und integriert auch konzeptuelle, aktivistische sowie performative Ansätze. Im Kunsthaus Graz nutzt die Ausstellungsgestaltung eine innere Verwandtschaft zur Herkunft der Blob-Architektur und lädt mit rund 120 Werken von etwa 40 Künstlerinnen, Superheldinnen und Ikonen aus unterschiedlichen Medien wie Malerei, Installation, Performance, Skulptur und Film dazu ein, in die weibliche Welt des Pop und in eine Zeitspanne sozialer, technischer und politischer Umbrüche einzutauchen. Damit schließt sie sich der sukzessiven Anerkennung und öffentlichen Wahrnehmung von Pop-Art-Künstlerinnen sowie einer Aufarbeitung und Neubewertung tradierter Kunstgeschichte – wie sie in Ausstellungen wie POWER UP – Female Pop Art​ in der Kunsthalle Wien 2010 begann – an und denkt diese konsequent weiter.


Kooperation mit

Eine Ausstellung des MAMAC Nizza (zu sehen unter dem Titel "She-Bam Pow Pop Wizz! Les Amazones du Pop") in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle zu Kiel und dem Kunsthaus Graz sowie der Unterstützung von Manifesto Expo.

Zusatzinformationen

 

Kunsthaus Graz, Lendkai 1, 8020 Graz

 

Kuratiert von Hélène Guenin, Géraldine Gourbe (MAMAC) in Zusammenarbeit mit Regina Göckede, Anette Hüsch (Kunsthalle zu Kiel), Katrin Bucher Trantow, Barbara Steiner (Kunsthaus Graz)
Presseführung: 20.04.2022, 10.30 Uhr
Eröffnung: 21.04.2022, 19 Uhr
Laufzeit: 22.04.-28.08.2022

 

 

Info Ausstellung: +43-316/8017-9200
Info Presse: +43-316/8017-9213 und DW -9211
presse@museum-joanneum.at

Die Ausstellung, initiiert vom MAMAC in Nizza und zuvor in der Kunsthalle zu Kiel zu sehen, verankert Pop-Art in Europa, betrachtet die Verbindungen zur nordamerikanischen Strömung, insbesondere in New York, und nimmt im Kunsthaus Graz zusätzlich österreichische Pop-Art-Tendenzen auf. Während die amerikanische Wirtschaft prosperiert und es in den US-Metropolen glitzert und blinkt, zeigt sich Wien eher dunkel und schmutzig, kämpft mit den Folgen des Zweiten Weltkrieges. Die euphorische Pop-Art manifestiert sich in der österreichischen Kunst bis 1973 rudimentär und am Rande, zuweilen unterschwellig – etwa in den schwerelosen und verflachten Körpersilhouetten von Kiki Kogelnik, den gleichermaßen erotisch-träumerischen wie brutalen Holzschnitten von Auguste Kronheim, den fragmentierten und re-arrangierten Werbebildern und abstrakten Kompositionen von Ingeborg G. Pluhar oder den parasitären Projekten von Angela Hareiter, die sich mit ihren experimentellen Architekturansätzen an der Schnittstelle zur Kunst bewegen.

 

Die Präsentationen entfalten sich dementsprechend kaleidoskopisch rund um die Themen Behausung, Häuslichkeit, Schutz, Zerstörung, Normativität, Kontrolle, aber auch um Kontrollverlust sowie den Ausbruch aus Normierungen und Geschlechterrollen. Gezeigt werden Werke  von Evelyne Axell, Barbarella, Brigitte Bardot, Marion Baruch, Pauline Boty, Martine Canneel, Lourdes Castro, Judy Chicago, Chryssa, France Cristini, Christa Dichgans, VALIE EXPORT, Jane Fonda, Ruth Francken, Ángela García, Angela Hareiter, Jann Haworth, Dorothy Iannone, Jodelle & Pravda La Survireuse, Corita Kent, Kiki Kogelnik, Auguste Kronheim, Kay Kurt, Nicola L., Ketty La Rocca, Natalia LL, Milvia Maglione, Lucia Marcucci, Marie Menken, Marilyn Monroe, Isabel Oliver, Yoko Ono, Ulrike Ottinger, Emma Peel, Ingeborg G. Pluhar, Martha Rosler, Niki de Saint Phalle, Carolee Schneemann, Marjorie Strider, Sturtevant, Valentina Tereshkova sowie May Wilson.