Erzherzog Johann

Foto: UMJ/N. Lackner

Künstler: Leopold Kupelwieser

Leben: Markt Piesting (NÖ) 1796 – 1862 Wien
Datierung: 1828
Technik: Öl Leinwand
Maße: 66 x 52,8 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: I/2184

Erzherzog Johann von Österreich als Jäger

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Blasius Höfel (nach Johann Peter Krafft 1817)

Leben: Wien 1792 – 1863 Aigen bei Salzburg
Datierung: 1818
Technik: Kupferstich Papier
Maße: 66 x 50,7 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/21211

Erzherzog Johann am Hochschwab

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Johann Huber (nach Johann Peter Krafft 1817)

Leben: tätig in Graz Mitte 19. Jh.
Datierung:  1839
Technik: Öl Leinwand
Maße: 41,3 x 29,4 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: I/2638

Erzherzog Johann von Österreich

Foto: UMJ/N. Lackner

Künstler: Josef Kriehuber

Leben: Wien 1800 – 1876 Wien
Datierung: 1833
Technik: Aquarell Papier
Maße: 21,6 x 16,1 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/4263

Erzherzog Johann von Österreich (Studie für das Ölbild von 1827)

Foto: UMJ/N. Lackner

Künstler: Ludwig Schnorr von Carolsfeld

Leben: Königsberg 1788 – 1853 Wien
Datierung: 1827
Technik: Kreide Papier
Maße: 50,5 x 33,2 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/4326

Erzherzog Johann von Österreich

Foto: UMJ/N. Lackner

Künstler: Franz Russ d. Ä.

Leben: Neudorf/Nova Ves (CZ) 1817 – 1892 Wien
Datierung: 1839
Technik: Öl Leinwand
Maße: 62 x 50 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: I/1000

Erzherzog Johann und Anna Plochl im Boot

Foto: UMJ/N. Lackner

Künstlerin: Melanie Stürgkh, nach Matthäus Loder

Leben: Wien 1781 – 1828 Vordernberg
Datierung: 1824/25/1950er Jahre
Technik: Bleistift, Aquarell
Maße: 24 x 34,3 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/10497

Erzherzog Johann von Österreich (Florenz 1782–1859 Graz)

Johann Baptist Josef Fabian Sebastian von Österreich wurde am 20.1.1782 als 13. Kind des Großherzogs der Toskana und späteren Kaisers Leopold II. und Maria Ludovica von Bourbon-Spanien in Florenz geboren.

 

Sein Vater hatte die ihm übertragene Toskana zu einem Musterland im aufklärerischen Sinne gemacht. Man hatte in ihn große Hoffnungen auf eine Reformtätigkeit in diese Richtung gesetzt, als er 1890 nach dem Tod Kaiser Josephs II. die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation übernahm. Jedoch verstarben er und seine Frau schon zwei Jahre danach, worauf sein ältester Sohn als Kaiser Franz II. (später Franz I. von Österreich) die Führung der Monarchie übernahm.

 

Die Ausbildung Erzherzog Johanns, zuvor liberal-aufklärerisch, wurde nun streng militärisch. Dennoch versuchte er zeitlebens, das aufklärerische Gedankengut seines Vaters in die Realität umzusetzen, wenn er auch an den Grundfesten der tradierten Gesellschaftsordnung nie rüttelte.

 

Im Jahr 1800 wurde dem 18-Jährigen sein erstes Armeekommando übertragen und er musste eine Niederlage gegen die napoleonischen Truppen verantworten. 1801 wurde er zum Generaldirektor des Genie- und Fortifikationswesens ernannt, eine Funktion, die eine rege Reisetätigkeit mit sich brachte und seinen vielseitigen Interessen an Geschichte, Geografie und dem Leben der Bewohner der Länder entgegenkam. Damals entstand, sicher beeinflusst durch die romantische Entdeckung der Alpen in dieser Zeit, seine Vorliebe für die alpinen Regionen Österreichs.

 

Nachdem er nach dem Verrat der sogenannten „Alpenbund-Affäre“ 1813 Tirol nicht mehr betreten durfte, konzentrierte er sich auf die Steiermark. Er wählte das Herzogtum als Lebensmittelpunkt und entfaltete hier – immer als engagierter Privatmann, denn außer seinem Bürgermeisteramt in Stainz (1850–1859) hatte er keine Regierungsfunktionen inne – ein reiches und folgenreiches Wirken.

 

Zu seinen Initiativen zählen: 1811 die Gründung des Joanneums in Graz (als Lehr- und Bildungsanstalt mit öffentlichem Museum, aus dem später die Technische Universität, das Landesmuseum, das Landesarchiv und die Landesbibliothek hervorgingen) und Übertragung seiner naturwissenschaftlichen Sammlungen an dasselbe, 1818 der Erwerb und Ausbau des Brandhofes, eines landwirtschaftlichen Gutes bei Mariazell, Maßnahmen zur Verbesserung der Landwirtschaft, 1822 die Erwerbung eines Hochofens in Vordernberg und Durchführung von Reformen im steirischen Eisenwesen und in der Industrie (Begründung der späteren Montanuniversität in Leoben).

 

1819 lernte Erzherzog Johann am Toplitzsee die Tochter des Postmeisters von Aussee, Anna Plochl, kennen. Die Liebesgeschichte und die Hochzeit (1829) bilden bis heute Stoff für Bücher und einen Film. 1839 wurde Franz, das einzige Kind aus dieser Ehe, geboren.

 

Im Revolutionsjahr 1848 wurde Johann von der deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche zum Reichsverweser gewählt – zum Staatsoberhaupt eines zu schaffenden gesamtdeutschen Nationalstaates. Dieser stellte sich jedoch als Utopie heraus, Johann blieb von den wesentlichen Entscheidungen ausgeschlossen, legte seine Funktion zurück und übersiedelte 1849 wieder in die Steiermark, in sein kurz zuvor erbautes Palais in der Grazer Leonhardstraße (Palais Meran). Hier verstarb er am 11.5.1859 an Lungenentzündung.

 

Erzherzog Johann genießt in der Steiermark bis heute große Popularität, um sein Leben und Wirken bildete sich ein regelrechter Mythos, mit dem sich regionale Identität erzeugen ließ und lässt. Er wurde in zahlreichen wissenschaftlichen sowie belletristischen Schriften betrachtet und durch Bildwerke dargestellt – am prominentesten vielleicht mit dem Brunnen am Grazer Hauptplatz von Franz Pönninger aus dem Jahr 1878.

Neue Galerie Graz

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T +43-316/8017-9100
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Di und Do 10-15 Uhr sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten OHO!
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