Kaiser Karl I. von Österreich

Foto: UMJ/J. Edegger

Künstler: Ratzwohl

Datierung: ca. 1916-18 
Technik: Gips 
Maße: H: 37 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: III/59 

Kaiser Karl I. von Österreich (Persenbeug 1887–1922 Madeira)

Der spätere Kaiser Karl wurde am 17.8.1887 in Persenbeug (Niederösterreich) als Sohn Erzherzog Ottos von Österreich und Prinzessin Josefas von Sachsen geboren. Nach einer streng katholischen Erziehung durch seine Hauslehrer und das Studium der naturwissenschaftlichen Fächer am Wiener Schottengymnasium begann er 1905 eine militärische Laufbahn bei der Kavallerie.

 

1911 heiratete er Prinzessin Zita von Bourbon-Parma und wurde als Major nach Wien versetzt. Mit der Ermordung Erzherzog Franz Ferdinands am 28.6.1914 (Attentat von Sarajevo) rückte Karl zum Thronfolger auf – allerdings blieb er von den Entscheidungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führten, ausgeschlossen.

 

Seine Bestrebungen, den Frieden wiederherzustellen, fruchteten nicht, und der Versuch, die österreichische Reichshälfte durch sein „Völkermanifest“ zu einem Bundestaat mit autonomen Nationalitäten-Einheiten umzuwandeln, beschleunigte 1918 lediglich die Auflösung der Monarchie. Die Folge waren soziale Unruhen in den Großstädten und Ungarns Kündigung des Dualismus sowie die Konstituierung der sich bildenden Nationalräte als „provisorische Regierung“ der einzelnen Nationalstaaten.

 

Am 11. November 1918 verzichtete Karl auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften in Österreich und wenig später in Ungarn. Die vom Schweizer Exil aus gestarteten Restaurierungsversuche der nächsten Jahre scheiterten beide, was seine Verbannung auf die portugiesische Insel Madeira zu Folge hatte, auf der er am 1.4.1922 an einer Grippe starb.

 

2004 wurde er nach einem 25 Jahre langen, höchst umstrittenen Verfahren selig gesprochen, da er angeblich eine Nonne, die ihn anrief und um Hilfe bat, von ihrem unheilbaren Venenleiden befreit hatte. 

Neue Galerie Graz

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