Elisabeth von Österreich-Ungarn

Foto: UMJ/J. Edegger

Künstler: unbekannt (Österreich)

Datierung: 1853/54

Technik: Öl auf Leinwand

Maße: 158 x 111 cm 

Besitz: Neue Galerie Graz

Inventarnummer: I/308

Elisabeth von Österreich-Ungarn (München 1837–1898 Genf)

Elisabeth Eugenie Amalie, genannt Sisi, wurde am 24.12.1837 in München als zweite Tochter Herzog Max Josephs in Bayern aus der Familie der Wittelsbacher geboren. Ihre unbeschwerte Kindheit auf Schloss Possenhofen am Starnberger See verdankte sie dem Umstand, dass ihre Eltern keine offiziellen Verpflichtungen am Hof hatten.

 

Ihre Mutter plante ursprünglich, ihre Schwester mit dem jungen Kaiser Franz Joseph zu verheiraten. Doch dieser verliebte sich in Elisabeth und ehelichte sie im Jahr 1854 im Zuge einer prunkvollen Hochzeit in der Wiener Augustinerkirche.

 

Von Anfang an widerstrebte es der freiheits-liebenden Elisabeth, sich dem strengen Hofzeremoniell zu fügen, was zu zahlreichen Konflikten führte. Einen Ausgleich verschaffte sie sich unter anderem durch das Verfassen poetischer Schriften, das Erlernen von Sprachen (Ungarisch, Griechisch) und die Beschäftigung mit Literatur.

 

Elisabeth und Franz Joseph hatten vier Kinder. Die älteste Tochter verstarb bereits als Zweijährige, Kronprinz Rudolf nahm sich 1889 im Schloss Mayerling das Leben. Immer wieder hatte Elisabeth durch viele Reisen versucht, so oft wie möglich ihren Repräsentationspflichten zu entfliehen. Neben zahlreichen Kuraufenthalten an bekannten europäischen Kurorten reiste sie oft und gerne nach Ungarn, auf Korfu ließ sie sich ein griechisches Schloss errichten, auf ihrer Jacht durchquerte sie das Mittelmeer.

 

Während eines Aufenthalts in Genf fiel sie am 10.9.1898 dem Attentat des italienischen Anarchisten Luigi Lucheni zum Opfer.

 

Heute ist Elisabeth vor allem auch wegen ihrer legendären Schönheit bekannt, die sie durch einen Körperkult, strenge Diät und Sport zu erhalten suchte. Auch ließ sie sich nach ihrem 31. Lebensjahr nicht mehr fotografieren, um als ewig junge Schönheit in die Geschichte einzugehen. Das unglückliche Leben Elisabeths eignete sich hervorragend zur Legendenbildung, wobei an erster Stelle die Sissi-Filme von Ernst Marischka aus den 1950er-Jahren mit der jungen Romy Schneider zu nennen sind.

Neue Galerie Graz

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