Peter Zimmermann

Lose Kopplung

31.10.-19.11.1995


Eröffnung: 30.10.1995
Kuratiert von: Peter Weibel

Artist in Residence


Moderne Gesellschaften machen Identität als lose Kopplung erlebbar. Im Umgang mit dieser Kontingenz entwickeln sie eine Kultur, die alles, was so ist wie es ist, als etwas darstellt, das eigentlich auch anders möglich wäre. Diese Kontingenz-Formel produziert eine Situation, die es erlaubt, über jeden Sachverhalt eine zusätzliche Aussage zu treffen. Alle Gegenstände sind im Grunde genommen in zwei Versionen vorhanden. Zum einen als das, was sie sind, d.h. so, wie sie funktionieren, zum anderen als Symbol gesellschaftlicher Prozesse. Kultur präpariert die Gegenstände für den Blick des Betrachters. Er tritt vom funktionalen Gegenstand zurück, um ihn zu bewerten, ihn entweder zu genießen oder zu kritisieren und abzulehnen. Über diese Technik gelingt es einen bestimmten Zustand sowohl in Tradition zu überführen als auch ihn an andere Kommunikation anzuschließen. Kultur erlaubt aus der fast unüberschaubaren Vielfalt an Möglichkeiten bestimmte ein- bzw. auszuschließen. Durch das Fehlen einer transzendenten Instanz schafft sich die Gesellschaft so einen Regulationsmechanismus, der ihre Verhältnisse über Kommunikation ordnet.

 

Peter Zimmermann

Neue Galerie Graz

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