PRINZGAU/podgorschek

the right man at the right place

28.01.-03.03.1996


Eröffnung: 27.01.1996, 19.00 Uhr (erster Schuß)
Kuratiert von: Werner Fenz

Orte: Studio der Neuen Galerie Graz (Ausstellung), Spiegelsaal der Neuen Galerie Graz (Symposion)

Symposion: 27.01.1996, 14 Uhr


Symposion, 27.01.1996, 14 Uhr

 

An die Wand
Gun ranges, Schießhallen - Sabine Bitter, Wien


Die Seite von 3 verschiedenen Austellungen mit dem Titel "An die Wand" sind nach einer Reise durch öffentliche Schießhallen in den USA entstanden. Die außergewöhnliche Architektur dieser gun ranges war fotographische Grundmaterial für die Installation, die Erfahrung beim Besuchen dieser hermetischen Orte und das Schießen selbst bestimmten die Umsetzung: Die Wand als trennendes Element, als Schutz vor dem Innen und dem Außen, aber vor allem vor dem eigenen abgefeuerten Projektil.
 

 

Schießen, messen
Peter Berz, Berlin


Handfeuerwaffen, diese intermittierenden Kleinstmaschinen, die ihre Wirkung durch eine Reihe von Schüssen äußern, leben und Tod zumessen, Kriege und Dramas entscheiden, sind durchgemessene Messgeräte. Seit der technischen Erfindung des Zielens werden auf konzentrischen Ringen, Scheiben und Schießständen Subjekte und Geräte und die Beziehung von Subjekten und Geräten zu Objekten / objectifs vermessen. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts aber kommen Schüsse aus dem Labor und sie kehren dorthin zurück: künstlich provozierte, photographierte, verfilmte, in Mathematik eingegangene Maschinenergebnisse. Noch bevor der erste Schuss im ersten Westen fällt, sind Schüsse Medientechnik. Eine Technik also, die am Ende historische Intermittenzen erzeugt. "Ich zwischen Hand und Revolver, Finger und Abzug / Ich die Lücke in meinem Bewußtsein, an unserer Front" (Heiner Müller, Mauser)

 

 

Schießen als Überlebenskonzept
Verena Traeger, Wien


Eskimo sind seit etwa 5000 Jahren als Jägervolk gewohnt zu schießen. In der Sekunde des Schusses wird über Tod oder Leben der eigenen Familie entschieden. Für einen erfolgreichen Schuss ist eine lange Vorbereitung und eine lange Nachbearbeitung nötig. Eskimo sind bis heute im hohen Norden in eisiger Kälte zur Stelle, um im entscheidenden Moment abzudrücken. Um zu überleben, muss Lebendes getötet werden. Polares Klima und Permafrost verhindern jede vegetabile Nahrung. Wal- und Robbenfleisch sind das tägliche Brot der Eskimo. Früher wurde die Jagdwaffe (Harpune, Pfeil & Bogen) lautlos abgeworfen. Heute wird hingegen auch von den Eskimo mit Gewehren gejagt. Das euroamerikanische Konzept des lauten, knallenden, explosionsartigen Schusses hat so auch die Stille der Arktis zerschossen.
Musikhistorisches Signet

 

 

Der technische Gegenstand als Medium der Selbstbegegnung
Wolfgang Pauser, Wien


Selbstversuche und Selbstfindung gehören zu den höchsten Wertvorstellungen der westlichen Zivilisation. Solch hochgesteckte Ziele benötigen gewaltige Mittel. Auf der Suche nach sich findet man zahlreiche Mittel, Medien, technische Dinge. In ihnen begegnet einem eine ähnliche Gegenständlichkeit, wie sie der Körper in seiner Selbstfühlung für sich selber ist. Doch die Totheit der technischen Dinge gestattet uns, den Tod ins Äußere der Dingwelt zu projizieren, um das Innere als Ort der Beseeltheit, Lebendigkeit Präsenz und Subjektivität von Objekt- und Torheitsaspekten zu reinigen.
Musikhistorisches Signet

 

Drink (bloody mary)
Allgemeine Diskussion

Neue Galerie Graz

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8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9100
joanneumsviertel@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten

Di-So 10-17 Uhr 
 
Überblicksführungen
Sa, So, Feiertag, 14 Uhr (de), So, 11 Uhr (en). Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung.

Öffnungszeiten der Bibliothek
Di und Do 10-15 Uhr sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten OHO!

Di bis Fr von 10 bis 24 Uhr
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So und Feiertag 9 bis 18 Uhr

 

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