Merops apiaster

Bienenfresser

Die Familie der Spinte (Meropidae) kommt in den Subtropen und Tropen Afrikas, Asiens und in Australien vor. Die schlanken, fluggewandten Vögel sind dank ihres dünnen, leicht gebogenen Schnabels hochspezialisierte Großinsektenjäger. Die Nahrung besteht in der Hauptsache, wie bereits der Name verrät, aus Hautflüglern wie Bienen, Wespen und Hummeln. Aber auch große Käfer, Libellen, Schwebfliegen und viele andere Insekten werden erbeutet.


Der am weitesten nach Norden bis in den Mittelmeerraum und in die Steppen Südosteuropas und Russlands verbreitete Bienenfresser gehört zu den farbenprächtigsten Vögeln Europas. Er jagt meist von erhöhten Ansitzwarten, in der Kulturlandschaft häufig von Leitungsdrähten aus. Plötzlich steigen die Vögel im kraftvollen Schlagflug steil bis zu 6 Meter und mehr in die Luft und kehren nach wenigen Augenblicken mit der Beute auf ihre Sitzwarte zurück. Da sie nicht gegen die Gifte von Bienen und Wespen immun sind, drücken sie es anschließend mit dem Schnabel oder indem sie die Beute gegen die Unterlage schlagen aus den Giftdrüsen.


Bienenfresser bevorzugen offene Landschaften mit trockenen, heißen Sommern und weichen Lehm- oder Sandböden. Vor Brutbeginn graben die Vögel bis zu 1,5 Meter lange Röhren in Steilufer, Böschungen, Löß- oder Sandanrisse. In ausgesprochenen Steppengebieten bauen sie ihre Brutröhren auch direkt in den flachen Boden. Die glänzend weißen Eier werden von beiden Eltern 20 bis 22 Tage bebrütet. Die Jungen schlüpfen nackt und blind und verlassen im Alter von 31 bis 33 Tagen die Brutröhre.

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