Capreolus capreolus

Reh

Ursprünglich in dichten Wäldern lebend, gelang es den Rehen, als Kulturfolger neue Lebensräume zu erschließen. Sie fressen leicht verdauliche, energiereiche Pflanzen wie Heidelbeere, Hasel oder Raps.


Schon äußerlich lassen sich die Geschlechter unterscheiden, denn nur der Rehbock trägt einen Kopfschmuck, der jährlich erneuert wird. Er wirft ihn im Spätherbst ab und innerhalb von fünf Monaten wächst dieser wieder nach. Neben der genetischen Veranlagung bestimmt vor allem das Nahrungsangebot im Winter die Größe des Geweihs. In dieser Jahreszeit wird der wachsende Knochen von einer stark durchbluteten Haut, dem sogenannten Bast, umhüllt. Im Frühjahr wird der Bast durch Fegen an Sträuchern und Bäumen abgestreift. Der Pflanzensaft bestimmt dann die Farbe der Krickeln. Übrigens dienen die abgeworfenen Geweihe Kleinsäugern als Kalziumquelle.


Die Paarung findet im Hochsommer statt, wobei die Rehgeiß nur vier Tage paarungsbereit ist. Taucht in dieser Zeit eine Geiß in einem Bockrevier auf, verfolgt der Bock sie beständig. Das Werben und Begatten ist für den territorialen Bock sehr kräftezehrend, muss er doch auch Eindringlinge von der Geiß fernhalten.


Bei Rehen folgt nach der Begattung eine bis Dezember dauernde Keimruhe, die Trächtigkeit dauert also bedeutend länger als die Keimentwicklung. Im Mai/Juni werden meist zwei Junge geboren. Diese werden zunächst versteckt abgelegt. Die geruchsneutralen Kitze werden nur zum Säugen und zur Körperpflege von der Geiß aufgesucht, können aber der Mutter schon bald folgen. Sie erkunden mit ihr die Umgebung und werden von ihr vor Gefahren geschützt.


Da natürliche Feinde wie Rotfuchs, Luchs oder Wolf den Rehbestand nicht auf eine gesunde Größe reduzieren können, übernehmen Jäger/innen diese Aufgabe.

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