Regionalsammlung Steiermark

Die Regionalsammlung Steiermark beinhaltet Objekte aus geologischen Großeinheiten und steirischen Lagerstätten, wie z.B. Kristallin der Koralpe, Vulkangebiet der Südoststeiermark, Salzlagerstätten der nördlichen Kalkalpen, Blei-Zink-Lagerstätten des Grazer Paläozoikums, Eisen- und Magnesitlagerstätten der Grauwackenzone, Kraubather Serpentingebiet, Kobalt-Nickel-Lagerstätten im Kristallin der Niederen Tauern, Kristallin der Oststeiermark.

Naturkundemuseum Steiermark-Relief, Ausstellungsansicht

Steiermark-Relief



In diesem Sammlungsbereich befinden sich weiters das beeindruckende Steiermark-Relief aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts im Maßstab 1:37.500 sowie eine Auswahl aus der Privatsammlung Erzherzog Johanns, die dieser zwischen 1811 und 1859 anlegte

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Mineralschätze der Steiermark

Wenn man erfährt, wie viele verschiedene Mineralarten in der verhältnismäßig kleinen geografischen Fläche der Steiermark vorkommen, dann ist eines sicherlich daraus zu schließen: Vielfalt ist der beste Boden!

Die Steiermark hat Anteil an nahezu allen geologischen Großeinheiten Österreichs. Diese Vielfalt an Gesteinen unterschiedlichster chemischer Zusammensetzung und Entstehung stellt auch die Basis für die große mineralogische Vielfalt unseres Bundeslandes dar.

Denn das Vorkommen einer Mineralart an einem bestimmten Fundpunkt hängt über Chemie und Bildungsbedingungen (z. B. Druck und Temperatur) vom umgebenden Gestein ab.

Die Gliederung innerhalb der Ausstellung steirischer Mineralschätze folgt deshalb einem regionalgeologischen Prinzip und keiner chemisch-kristallografischen Systematik. So ist z. B. erkennbar, dass die silikatischen Gesteine der Kristallingebirge (z. B. Niedere Tauern, Kor-, Stub- und Gleinalpe, Fischbacher Alpen) und des südoststeirischen Vulkangebietes eine sehr große Anzahl an Mineralarten aufweisen. Die karbonatischen Gesteine der nördlichen Kalkalpen zeigen hingegen nur eine geringe mineralogische Vielfalt.

Dokumentations- und Forschungsarbeit am Joanneum

In Kombination dieser großen Anzahl unterschiedlicher Gesteine mit der über 200-jährigen mineralogischen Dokumentations- und Forschungsarbeit am Joanneum konnten in der Steiermark bislang über 550 Mineralarten nachgewiesen werden. Das sind immerhin mehr als 10 % aller bisher weltweit bekannten Mineralarten.

Im Schauraum kann natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus der reichen Sammlung im Hintergrund gezeigt werden. In der Regionalsammlung steirischer Mineralien befinden sich mehr als 20.000 Objekte, von denen aber nur ein gewisser Teil attraktiv genug für Ausstellungen ist. Der Großteil der Mineralstufen dient wissenschaftlichen und sammlerischen Vergleichszwecken.

Auch von diesen steirischen Sammlungsstücken kamen sehr viele bereits seit der Gründung des Joanneums 1811 durch Schenkung von Privatpersonen ins Inventar – auch ein Zeichen dafür, dass das Museum stets eine Drehscheibe für Wissenschafter/ innen, fachkundige Sammler/innen und interessierte Laien war bzw. ist. 

Durch die seit Jahrzehnten relativ gute instrumentelle Ausstattung der wissenschaftlichen Labors bringen viele Privatsammler/innen ihr mineralogisches Fundmaterial zur Bestimmung ans Joanneum. Manche von ihnen verfügen über ein hochspezialisiertes, oft unschätzbares Wissen zu bestimmten steirischen Fundpunkten. So konnten in den letzten Jahren mehrere weltweit neue Mineralarten aus der Steiermark, aber auch anderen Teilen unserer Erde durch die Zusammenarbeit von Fachleuten des Joanneums und der Grazer Universitäten gemeinsam mit solchen Sammlerinnen und Sammlern entdeckt und beschrieben werden: Trattnerit vom Stradner Kogel, Klöchit von Klöch, Weinebeneit von der Kärntner Seite der Weinebene, Ammineit aus Chile.

Einfaches Reflexionsgoniometer und Anlegegoniometer Einfaches Reflexionsgoniometer und Anlegegoniometer zum Messen von Winkeln zwischen Kristallflächen, Originalarbeitsgeräte von Friederich Mohs, sowie Mohs’sche Härteskala im Taschenformat.

Bedeutende Funde in der Sammlung des Joanneums

Der optische und mineralogische Blickfang der Steiermark- Sammlung ist allerdings der größte Bergkristall der Steiermark und ein Querschnitt aus dem dazugehörigen Fundkomplex.

Die Koralpe im Südwesten der Steiermark galt bis in die 1970er-Jahre in Bezug auf spektakuläre Mineralfunde als eher arm. Im Jahr 1972 wurde in einem kleinen Steinbruch nahe Deutschlandsberg innerhalb eines Amphibolitzuges der bisher bedeutendste Bergkristallfund der Steiermark geborgen. Einige Objekte gelangten schon sehr früh in die Sammlung des Joanneums. Zahlreiche riesige Bergkristalle, teils von hervorragender Klarheit und Qualität sowie außerordentliche Titanitkristalle waren aber jahrzehntelang in mehreren Privat-Sammlungen verteilt.

Nun befinden sich aber die besten Objekte dieses Fundes endgültig in der Sammlung des Joanneums. Der größte Bergkristall der Steiermark mit ca. 90 kg, der bislang größte Titanitkristall der Ostalpen und große Ilmenitaggregate sind die Spitzenstücke des Fundkomplexes.

Bildergalerie

Mineralien-Systematik und Mineralienschätze

in der Dauerausstellung des Naturkundemuseums



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Naturkundemuseum

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