Melica nutans

Nickendes Perlgras

Familie der Poaceae (Süßgräser)

 

Die lockere, einseitswendige Rispe mit hängenden, ellipsoidalen bis tropfenförmigen Ährchen ist ein leicht zu erkennendes Gras.

 

Die Halme dieses ausdauernden Grases werden 30–60 cm hoch. Lange unterirdische, verzweigte Ausläufer und Erneuerungssprosse sorgen dafür, dass die Art in lockeren Rasen wächst.

 

Wie bei allen Süßgräsern ist der Halm in Knoten und Internodien gegliedert. An jedem Knoten setzt eine kahle Blattscheide an, die den Stängel umgibt und fast bis zum oberen Ende verschlossen ist. Die dort ansetzende Blattspreite ist meist etwa 3–4 mm breit und 5–15 cm lang, an der Oberseite rau und mitunter zerstreut behaart, an der Unterseite kahl. Das Blatthäutchen (Ligula) an der Übergangsstelle von Blattscheide zur Blattspreite ist ein höchstens 0,5 mm langer, häutiger Saum und damit sehr kurz.

 

Die Ährchen sind von zwei einander ähnlichen, elliptisch-eiförmigen Hüllspelzen umgeben; diese sind deutlich 5-nervig, kahl, purpurviolett bis braun gefärbt und weisen einen breiten, häutigen Rand auf. Über den Hüllspelzen sitzen 2 (selten 3) fertile Blüten mit 7-nervigen Deckspelzen und etwas kürzeren, 2-nervigen Vorspelzen. Abgeschlossen wird das Ährchen von einer in etwa knospen- bis eiförmige, fleischige Masse, die sich aus reduzierten und sterilen Blüten entwickelt hat. Dieses fleischige Gebilde fällt nach der Reife zusammen mit zumindest der oberen der beiden Karyopsen (das sind die Früchte der Süßgräser) ab und dient Ameisen als Nahrung (sogenannte Elaiosomen); die Ameisen vertragen dabei auch die Karyopsen und sorgen so für die Ausbreitung des Perlgrases.

 

Das Nickende Perlgras ist eine ausgeprägte Halbschattenpflanze und wächst in lichten Buchen- und Laubmischwäldern sowie an Waldrändern und bevorzugt mäßig trockene, kahlkaltige Böden. Es ist eine häufige Art und kommt in der ganzen Steiermark von der collinen bis in die hochmontane Stufe vor.

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