Caloscypha fulgens

Leuchtender Prachtbecherling

Mit dem Leuchtenden Prachtbecherling soll diese Woche eine etwas seltenere Pilzart vorgestellt werden, die in der Steiermark jedoch weit verbreitet ist und aufgrund ihrer speziellen Ökologie gezielt gesucht werden kann. Von Ende März bis in den Mai hinein fruktifiziert dieser Schlauchpilz bevorzugt in schattigen, moosigen Nadel- und Mischwäldern bei Weiß-Tannen. Nur ganz selten findet man ihn bei anderen Baumarten, z. B. in reinen Fichtenwäldern. Durch die leuchtend gelborangen Fruchtkörper mit einer dunkel blaugrün verfärbenden Aussenseite sowie das Wachstum im Frühjahr unter Tannen ist der Leuchtende Prachtbecherling unverwechselbar.

 

Wie viele andere Pilze – insbesondere Schlauchpilze – bildet der Leuchtende Prachtbecherling sowohl ein sexuelles als auch ein asexuelles Stadium aus. Die auffälligen Fruchtkörper, die hier gezeigt werden, stellen die sexuelle Form dar. Das asexuelle Stadium (auch Nebenfruchtform genannt) ist viel unscheinbarer und nur mikroskopisch zu erkennen. In diesem Stadium parasitiert der Prachtbecherling an noch nicht ausgekeimten Koniferen-Samen und wird dann mitunter als Forstschädling angesehen.

 

Alle Fotos: M. u. G. Friebes.

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