Das See-Eben-Moor auf der Hebalm

Botanische Exkursion mit Wilfried Franz und Kurt Zernig

03.08.2018 09:00-18:00


Treffpunkt: 9:00 Uhr Parkplatz des Studienzentrums Naturkunde; 10:00 Uhr Rehbockhütte SE Hebalm
Kosten: Teilnahme kostenlos
Anmeldung: notwendig

Bereits ausgebucht, daher leider keine Anmeldung mehr möglich!

 

Stiefel, ausreichend Trinkwasser sowie Sonnen- und Regenschutz mitnehmen!


Das See-Eben-Hochmoor liegt im Süden der Hebalm an der Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark in etwa 1440 m Seehöhe nahe der Stoffhütte. Die mehr oder weniger ebene Fläche der See-Eben (Name!) ist ca. 5, 7 ha groß. Den besten Überblick auf dieses Naturschutzgebiet hat man von einem Aussichtsturm (vom Malteserorden errichtet) am Nordrand des Hochmoores.

 

Die See-Eben lag wie der größte Teil der Koralpe während der letzten Eiszeit im unvergletscherten (periglazialen) Raum. Auf dieser Ebene konnte sich das typisch uhrglasförmig gewölbte, etwa 0, 7 ha große Hochmoor entwickeln. Während Kärnten nur einen sehr kleinen Anteil an der ebenen Moorfläche – der sogenannten Hochmoorweite – hat, liegt der größte Teil des mit langsamwüchsigen, an Flechten reichen Fichten bestockten Randgehänges des Hochmoores sowie ein Niedermoor mit vielen Schnabel-Seggen (Carex rostrata) im Nordwesten und Westen auf der Kärntner Seite.

 

Die Hochmoorweite bildet einen Komplex aus größeren (trockeneren), 0,5 bis 1 m hohen hügelförmigen Erhöhungen (= Bülten oder Bulten, hauptsächlich aus Braun-Torfmoos Sphagnum fuscum,  mit Preiselbeere Vaccinium vitis-idaea,  Kleiner Torfbeere Vaccinium microcarpum u. a.) sowie dazwischenliegenden, netzartigen (feuchteren) Schlenken.

 

Auffällig ist die einzige offene, herzförmige Wasserfläche (= Blänke, „Moorauge“) im nördlichen Teil des Hochmoores sowie eine etwa 50 m östlich der Blänke liegende Schlenke, in der meist Wasser ansteht und die von einem flutenden, dunkelgrünen Teppich aus Torfmoos (Sphagnum angustifolium) bedeckt ist.

 

Unter Botanikern ist das See-Eben-Hochmoor vor allem wegen der großen Population der Zwerg-Birke,  Betula nana, und der hier vereinzelt vorkommenden, in Österreich sehr seltenen strauchförmigen Hybride B. nana x B. pubescens s.lat. = Betula x intermedia bekannt (vgl. W. Franz 2016 in der Carinthia II).

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