Tabakanbau Fürstenfeld

Das Gebiet um Fürstenfeld ist für den Tabakanbau klimatisch besonders gut geeignet: Aufgrund der pannonischen Einflüsse ist es beständig warm, zudem herrscht eine gute Bodenfeuchtigkeit. Mit riesigen Nähmaschinen – früher Handarbeit – werden die frisch geernteten Tabakblätter zu Bündeln zusammengenäht. Die sog. „Hänge“ werden in den Scheunen hochgezogen, nach zwei Monaten ist das grüne Blatt zum braunen Rohmaterial „eingetrocknet“.

 

Die Mechanisierung – auch das Anpflanzen erfolgt maschinell – machte den Tabakanbau in dieser Region zum einträglichen Geschäft. Um 1970 waren im ehemaligen Bezirk Fürstenfeld rund 40 Hektar mit Tabak bepflanzt. Die Tabakbauern standen unter „Lizenz“ der Tabakregie, die begehrten steirischen Tabakblätter wurden zur Fabrik nach Fürstenfeld gebracht, in der vorwiegend Frauen zum „Sortieren“ der Ernte beschäftigt waren.

 

(Quelle: Karl Panhuber, In den Scheunen von Fürstenfeld riecht es jetzt schon nach Tabak, Karl Panuber, in: SO-Tagespost vom 28.08.1971, Seite 3)

 

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