Das Zeughaus hat in der Frühen Neuzeit eine zentrale Funktion für die steirische Landesverteidigung. Es dient als wichtiges Gegenüber vor allem für die häufig bedrohten Orte und Städte im Osten und Südosten des Herzogtums Steiermark.
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Landeszeughaus > Entdecken > Steirische Wehrgeschichte
Das Zeughaus hat in der Frühen Neuzeit eine zentrale Funktion für die steirische Landesverteidigung. Es dient als wichtiges Gegenüber vor allem für die häufig bedrohten Orte und Städte im Osten und Südosten des Herzogtums Steiermark.
Bildinformationen
Dieses Gebiet ist ab dem 15. Jahrhundert Krisengebiet. Fehden, Aufstandsbewegungen und kriegerische Konflikte prägen das Leben ganzer Generationen. Plünderungen, Brandschatzung, Verschleppung und Tod stehen an der Tagesordnung. Um sich gegen diese Gefahren zu schützen, bauen die Menschen ihren Lebensraum Schritt für Schritt in eine Wehrlandschaft um: Sie konstruieren Gräben, Erdwälle und Schanzen. Sie passen die mittelalterlichen Stadtmauern an neue Waffentechniken an. Sie errichten Tabore – Wehranlagen aus Mauern, Wohnräumen, Speichern und Ställen, wo es keine Stadtbefestigung gibt. Kirchen werden mit starken Mauern und Türmen zu Wehrkirchen erweitert. In ausgewählten Städten entstehen Niederlassungen des Landeszeughauses. Aber fast jede Stadt, Klosteranlage und Festung schafft Räumlichkeiten für die Lagerung von Waffen zur Selbstverteidigung. Im Kriegsfall erhalten auch sie zusätzliches Kriegsmaterial aus Graz.