Vom Kunsthaus zum Active House

11.12.2012 19:00


Kosten: Eintritt frei!

Gesprächsrunde: Alexander Römer, Nicolas Henninger, Sara Muzio, Rainer Rosegger und Luigi Coppola

Information:+43-316/8017-9200


Seit 2008 wohnen weltweit erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Damit ist die Stadt zum Modell menschlichen Zusammenlebens avanciert und gilt als bestmögliche Organisationsform und als Idealfall der Verdichtung – dies unter den Gesichtspunkten der Ressourcenschonung und Energieeffizienz als auch in ihrer Funktion als Epizentrum intellektueller, wirtschaftlicher und kultureller Energie, die weit in das Umland ausstrahlt. Als Epizentrum verlangt sie eine besondere Form der Koexistenz – und damit des Zusammenlebens, Zusammenwirkens und Formens. Als eigener Prägung eines Kollektivs bedarf es dabei auch unterschiedlicher Strategien, die in ihr existierenden Kräfte zu bündeln und zu organisieren, Rollen zu erkennen, Ideen zu kanalisieren und zu einer Umsetzung zu führen.

 

Zum Thema des Active House und zu Möglichkeiten als Generator oder Katalysator eines kollektiven Prozesses tätig zu sein diskutieren unter der Moderation der Kuratorin Katrin Bucher Trantow: Sara Muzio und Nicolas Henninger (Repräsentanten des Kollektivs Exyzt, das spätestens seit ihrem französischen Pavillon 2006 in Venedig für die künstlerische Aktivierung und Nutzung vorhandener Qualitäten und Aktivitäten steht), Alexander Römer (Teil und Ansprechpartner für das mit Exyzt verbundene Kollektiv aus Künstler-Architekten und Handwerkern constructLab, das die Form der Cittadellarte im Kunsthaus als Prozess entwickelte), der Performancekünstler Luigi Coppola (Als Leiter des Festivals Evento - zur städtischen Re-evaluierung in Bordeaux 2011 war er auch Repräsentant der Cittadellarte.) und dem Soziologen Rainer Rosegger aus Graz (seit Herbst 2012 Mitinitiator des kollektiven Wohnprojekts im Schloss Wildon und Dozent an der Karl-Franzens-Universität Graz und an der TU Graz im Bereich Nachhaltigkeit für Stadtentwicklung; seit 2006 Mitglied des ESF COST Programms „Urban Knowledge Arena“).

 

Luigi Coppola arbeitet hauptsächlich im Feld der Performance- und Public Art. Seine künstlerische Recherche befassen sich mit partizipativen und kollaborativen Praktiken sowie mit politisch motivierten Aktionen in unserer Gesellschaft. Zuletzt arbeitete er an dem Einjahresprojekt Enacting Populism in Antwerpen und Paris und entwickelte das Projekt Democratic Acts. Er war Mitglied der künstlerischen Leitung der Biennale of Urban Art in Bordeaux, Evento – art for an urban re-evolution, das einen Teil der Ausstellung Cittadellarte. Teilen und verändern bildet.

 

Exyzt (Alexander Römer, Sara Muzio, Nicolas Henninger) 
Die Idee der 2002 von fünf Architekten in Paris gegründeten Gruppe Exyzt entstammte einer einfachen Idee: zusammen bauen und zusammen wohnen. Diesem Ansatz folgend designt Exzyst nicht nur ihre Projekte, sondern baut sie auch auf, indem sie mit temporären Strukturen soziale Räume kreieren, deren Nutzung gemeinsam mit lokalen Gruppen entwickelt wird. Auf diese Weise entstanden zahlreiche Projekte, Installationen und Interventionen in unterschiedlichen Städten wie Paris, Venedig, London und São Paulo.

 

Rainer Rosegger ist Soziologe und Inhaber der Markt- und Meinungsforschungsagentur SCAN in Graz, die beratend in Fragen des kommunalen und regionalen Change-Managements in der Stadtentwicklungsplanung tätig ist. Neben Mitgliedschaften in unterschiedlichen nationalen und internationalen Netzwerken ist Rainer Rosegger Teil des Akteursnetzwerk pilotprojekt – ARGE für kreative Projektentwicklungen. Dozent an der Karl-Franzens-Universität Graz und an der TU Graz im Bereich Nachhaltigkeit für Stadtentwicklung und seit 2006 Mitglied des ESF COST Programms „Urban Knowledge Arena“

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