Es kriselt schon sehr: Systemwandel oder technische Innovation?

Was, denken Sie, ermöglicht Zukunft in Zeiten des Klimawandels? Offenes Forum nach Deep Democracy

23.10.2021 17:00-20:00


Kosten: Eintritt frei
Ort: Space01

Moderation: Michaela Fuchs und Marcella Rowek
Impulsredner*innen: Barbara Hammerl, Geschäftsführerin StadtLABOR Graz und Nicolas Pleasure Galani, Extinction Rebellion 

#1,5˚ #SeinLassen #Innovation


Alle Sichtweisen zu diesem Thema sind willkommen!

Sie denken ...


... ohne eine radikale Veränderung unseres Systems wird es nicht gehen?
... Verzicht riskiert unsere moderne Lebensweise und unseren Wohlstand?
... ein Rückschritt in die Steinzeit ist nicht notwendig in einer technisch innovativen Welt?
... dass es die Aufgabe der Politik ist, Entscheidungen zu treffen, die den Rahmen für eine klimafreundlichere Lebens- und Wirtschaftsweise schaffen?
.... dass eine klimafreundlichere Lebensweise Ihre persönliche Entscheidung bleiben sollte? Vorgaben von der Politik brauche es hier keine.

In Ihnen löst die Forderung nach Verzicht und Änderung unserer Lebensweise Existenzängste aus?
In Ihnen löst die Annahme, technologischer Fortschritt sei die Antwort auf die Klimakrise, Existenzängste aus? ...

Beim Anblick Ihres Fahrrads hüpft Ihr Herz?
In Ihr Auto zu steigen und einfach loszufahren, ist für Sie der ultimative Ausdruck von Freiheit?
Sie wissen nicht, wie Sie Ihren Alltag ohne Auto bewältigen sollen?
Sie haben und/oder fahren kein Auto und schaffen Ihre alltäglichen Wegstrecken ohne Probleme, vielleicht sogar mit Familie?
Sie gehen am liebsten auf dem Bäuer*innenmarkt einkaufen?
Shopping-City Seiersberg ist alles, was Sie brauchen?
Sie wollen mehr solidarische Landwirtschaft? ...

Sie denken ...

... ohne Wirtschaftswachstum verlieren wir unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze?
... wir müssen aus dem Wachstumswahn aussteigen, wenn wir das Klima retten wollen?
... grünes Wachstum ist möglich?

Sie haben das Gefühl, keine Ahnung von Wirtschaft zu haben, und trauen sich deshalb bei diesen Fragen nicht mitzureden?
Sie können das Gerede vom Klimawandel schon nicht mehr hören?
Sie vertreten eine Sichtweise zum Thema, die noch nicht genannt wurde?
Ihnen fehlen wichtige Themen in den genannten Positionen?

Was ist ein Offenes Forum nach dem Ansatz von Deep Democracy? Expand Box

Das Format des Offenen Forums (OF) ermöglicht Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Erfahrungshintergründe zu einem polarisierenden Thema.

In einer großgruppendynamischen Begegnung wird für die Teilnehmenden ein Raum für (kontroverse) inhaltliche Auseinandersetzungen ebenso wie für die Wahrnehmung und Äußerung von Emotionen und Bedürfnissen geschaffen. Denn Letztere wirken oftmals unbewusst in Diskussionen zu einem Thema und beeinflussen das Zusammenleben und -arbeiten in einer diversen Gesellschaft.

Ein offenes Forum hebt die Bewusstheit für diese Dynamiken, die Vielfalt in und zwischen den Teilnehmenden und darüber, wie wir mit gesellschaftspolitischen Themen, anderen Menschen und uns selbst in Momenten des Konflikts in Beziehung treten. Auf diese Weise unterstützt es die Entfaltung tieferer, nachhaltiger Beziehungen. Wo Themen und Herausforderungen polarisieren und festgefahren erscheinen, kann ein gemeinsamer Boden entstehen, der einen konstruktiveren Umgang mit dem Thema und anderen Menschen unterstützt. Häufig führen in dieser Form facilitierte Prozesse zu ‚Zwischenlösungen‘, die von den beteiligten  Protagonist*innen auf eine viel nachhaltigere Art und Weise getragen werden können, als dies vorher denkbar gewesen wäre.

Hintergrund der Methode 
Deep Democracy, Prozessarbeit


Das Offene Forum ist Teil der sogenannten Prozessarbeit nach Dr. Arnold und Dr.in Amy Mindell. Ihr liegt die Haltung der Deep Democracy (oder Tiefen Demokratie) zugrunde. Diese nimmt an, dass alle Perspektiven und Erfahrungen wichtig sind, um das gesamte Konfliktgeschehen, d. h. auch polarisierte Themen oder Arbeitsfelder besser zu begreifen. Die Idee ist, dass Konflikte eine wesentliche Weisheit in sich tragen, die sich jedoch erst dann entfalten kann, wenn die Gesamtheit der Sichtweisen und Erfahrungen zu einem konfliktbeladenen Thema – mit all ihren Gegensätzen und Widersprüchlichkeiten – bewusst wahrgenommen und ausgedrückt werden und eine Begegnung zwischen ihnen stattfindet.

Facilitatorinnen Expand Box

Dr.in Michaela Fuchs, Dr.in med. univ. (Graz), Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in tiefenpsychologisch-psychodynamischer Orientierung (ÄAO Bayern). Als Einzel- und Gruppenpsychotherapeutin hat sie jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Gruppen zu inneren und äußeren Mediationsprozessen. Die Wurzeln ihrer methodischen Ausrichtung teilen allesamt einen explizit phänomenologischen Zugang.

Marcella Rowek, B.A., M.A,  B.A. in Erziehungs- und Politikwissenschaft und M.A. in internationaler Friedens- und Konfliktarbeit. Marcella engagiert sich in der politischen Bildungs- sowie Friedens- und Konfliktarbeit mit Gruppen und war auch in der Wissenschaft tätig. Gegenwärtig arbeitet sie in einer NGO, die sich für Geschlechtergleichstellung einsetzt.

Ausstellung

Erfahren Sie mehr über die Ausstellung

Von der Zukunft zu den Zukünften

10.04.-31.10.2021 > Kunsthaus Graz

Die Ausstellung "was sein wird" lädt dazu ein, Spuren des Zukünftigen im Hier und Jetzt zu erkunden. mehr...

Kunsthaus Graz

Lendkai 1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9200
info@kunsthausgraz.at

 

Öffnungszeiten
10. April 2021 bis 31. Oktober 2021 Mo-So, Feiertag 10 - 18 Uhr
01. November 2021 bis 31. Dezember 2021 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr
01. Jänner 2022 bis 31. Dezember 2022 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr


Führungen
Termine finden Sie im Kalender oder nach Voranmeldung

Kunsthauscafé
Mo-Sa 9-24 Uhr
So 9-20 Uhr
Snackkarte
info@kunsthauscafe.co.at
T +43-316/714 957

 

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1. Jänner 2022 10 - 13 Uhr
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24. bis 25. Dezember 2022