Yaruya. Der Bildhauer Samson Ogiamien zwischen afrikanischer Tradition und europäischer Realität

Der Künstler Samson Ogiamien lebt und arbeitet in Graz. Er stammt aus der Hauptstadt des in Nigeria liegenden Königreiches Benin. Familiär bedingt, gehört er dem mythischen Herrscherhaus der Ogiamiens sowie der Gilde der königlichen Bronzegießer an. Ausgebildet in Benin City und in Graz, ist er der afrikanischen Tradition ebenso verbunden wie der westlichen Realität.

 

Performatives, prozessorientiertes Arbeiten bestimmt seinen Kunstbegriff und macht Ausstellungen wie diese zur Momentaufnahme innerhalb einer Projektstruktur, die das Artefakt als Teil eines Prozesses der Vermittlung (Workshop, Performance) definiert. In seinen „Erinnerungsköpfen“, mit denen er die in Österreich verstorbenen Nigerianer Sofia, Lucky und Kennedy porträtiert, verdichten sich allgemeine postkoloniale Fragestellungen mit der speziellen Position dessen, der seine Kunst als verbindendes Element in der Globalisierung begreift.

 

Im Spannungsfeld beider Kulturen liegt für Samson Ogiamien eine im Werden begriffene Identität, die sich aus den ethnischen, geografischen und kulturellen Differenzen zwischen den Traditionen Afrikas und denen der westlichen Welt speist.

 

 

Mit Texten von Barbara Plankensteiner und Günther Holler-Schuster     

 

56 Seiten, Deutsch/Englisch

Preis: € 14,90

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13. Februar 2018
24. bis 25. Dezember 2018